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Zusätzlich Waggons zu Spitzenzeiten im Rotterdamer Hafen

Der Rotterdamer Hafen erfreut sich die Schiene als Transportmittel einer immer größeren Beliebtheit. Damit gewinnt zugleich die Anbindung des Hafens an das Schienennetz an Bedeutung. VTG stellt nun zusätzliche Waggons zur kurzfristigen Miete bereit.

VTG Fast Track. Damit lassen sich Waggons buchen wie ein Hotelzimmer. (Foto: VTG)
VTG Fast Track. Damit lassen sich Waggons buchen wie ein Hotelzimmer. (Foto: VTG)
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Christine Harttmann

Die steigende Nachfrage nach Schienenverkehren im Rotterdamer Hafen erfordert auch deutlich mehr Traktionsressourcen. Die VTG Rail Europe bietet daher ab sofort auch in Rotterdam ihren Service FastTrack an. Dieser fungiert wie ein Car Sharing für Containertragwagen. Operatore können die Schienenfahrzeuge über ein ein einfaches Online-Portal direkt anmieten.

„Containerwaggons sind knapp und die Nachfrage bei den Kunden groß“, erläutert Rody Smal, Head of Area Benelux bei der VTG Rail Europe. „Wir haben 2015 eine aus etwa 15.000 Containertragwagen bestehende Flotte übernommen und konnten diese in kürzester Zeit vermieten.“

Inzwischen hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg eine Flotte von etwa 82.000 Kesselwagen, herkömmlichen Waggons und intermodalen Waggons. Laut VTG soll es die größte Waggonflotte Europas sein. Auf Leasing-Basis werden diese intermodalen Waggons an Operatoren und Reedereien vermietet.

In der Regel haben Containertragwagen eine gewisse Lieferzeit. „Die Vorlaufzeit für die Bereitstellung eines Wagens beträgt in der Regel bis zu einige Wochen“, sagt Smal. „Der Verwaltungsaufwand, die Qualitätskontrollen und das Rangieren sorgen zusammen mit der europaweiten Knappheit an Wagenwerkstätten für längere Vorlaufzeiten als wünschenswert.“

Dieses Problem erfordere eine direkte Lösung. Daher sein die Idee entstanden, in einem Hafengebiet ein Set aus Containertragwagen in einer vorgegebenen Zusammenstellung bereitzustellen. Über ein Internettool könnten Kunden, so erklärt es Smal, dieses Set nun online für eine Reihe von Tagen oder sogar nur stundenweise buchen.

Das Set in Rotterdam setzt sich zunächst aus zehn 60-Fuß- und vierzehn 90-Fuß-Containertragwagen zusammen und bietet eine Gesamtkapazität von 86 TEU (20-Fuß-Standartcontainer). Das Buchungssystem funktioniert ähnlich wie die Online-Buchung eines Hotelzimmers oder Mietwagens. Der Kunde überprüft die Verfügbarkeit online, erklärt sich mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen einverstanden, unterschreibt einen Vertrag und kann das gebuchte Set danach im Prinzip sofort abholen und in ganz Europa einsetzen. VTG testete das Konzept in den vergangenen Monaten bereits als Pilot-Projekt im Hamburger Hafen.

„Die Einführung war ein großer Erfolg, sodass wir den Dienst nun dauerhaft anbieten. Wir möchten das Konzept nun auf andere Hafenstädte ausweiten. Rotterdam als größter Containerhafen Europas ist dazu natürlich äußerst gut geeignet“, ist Smal überzeugt.

„Die Zusammenstellung des Sets kann in Zukunft je nach Marktnachfrage verändert werden. Auch eine zusätzliche Erweiterung ist denkbar. Wir möchten die Lösung möglichst vielseitig einsetzen, so dass Kapazitätsengpässe gut aufgefangen werden können. Dies dürfte perspektivisch auch eine interessante Alternative für die Binnenschifffahrt darstellen, wenn sie in Spitzenzeiten unter Niedrigwasser zu leiden hat.“

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