Zufall Logistik: Geänderte Importregeln für Großbritannien

Zum 31. Dezember 2021 endet die Möglichkeit der vereinfachte Import Abwicklung für Sendungen nach Großbritannien.

Ab Januar 2022 entfällt bei Sendungen nach UK der vereinfachte Import. (Foto: Pixabay)
Ab Januar 2022 entfällt bei Sendungen nach UK der vereinfachte Import. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Der von vielen Importeuren genutzte sogenannte C-Status (delaying declaration), der es erlaubt, dass die importierten Güter bis zu 175 Tage nach Ankunft in UK nachträglich zur Importverzollung angemeldet werden, kann ab dem 1. Januar 2022 nicht mehr angewendet werden. Darauf macht Zufall Logistik in einer Mitteilung an seine Kunden aufmerksam. Die Britischen Zollbehörden würden dann für eine strikte Kontrolle aller transportierten Güter bereits bei Ankunft an den Grenzkontrollstellen wie Dover oder anderen Fährhäfen sorgen.

An Stelle der vereinfachten Abwicklung tritt zum 1. Januar 2022 das sogenannte GVMS (Goods Vehicle Movement Service). Dieses Verfahren soll den Transitverkehr von und nach UK vereinfachen. Um Güter in diesem Verfahren transportieren zu können, werden die ERN (Entry Reference Number) der Zollbroker des Empfängers zur Registrierung der einzelnen Sendung auf dem Lkw benötigt. Im sogenannten Pre-Lodgement-Verfahren werden die Einfuhren bereits vor ihrer Verladung im Britischen Zollsystem durch die von den Importfirmen eingesetzten Zollbroker registriert.

Auch bei Zufall Logistik ändert sich damit der Workflow für Transporte nach Großbritannien. Sollte der Empfänger Rhenus, den Britischen Partner von Zufall Logistik, beauftragt haben, werden die Sendungen dort angemeldet. Für den Fall, dass der Empfänger einen anderen Zollbroker benutzt, muss mit den Zolldokumenten die sogenannte ERN (Entry Reference Number) übermittelt werden. Erst dann können die Sendung abgeholt werden. Um einen störungsfreien Transport sicherstellen zu können, empfiehlt Zufall seinen Kunden– falls noch nicht geschehen – mit dem Empfänger zu prüfen, ob er einen Zollbroker für die Importabfertigung benannt hat.

Ab 2022 entfällt außerdem die Möglichkeit, dass der Britische Importeur eine Erklärung zum Ursprung der Ware macht, wenn diese Angaben nicht auf der begleitenden Handelsrechnung gemacht wurden. Deshalb müssen entsprechenden Angaben oder der sogenannte Präferenztext unbedingt auf der Handelsrechnung vermerkt werden.

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