Wintereinbruch: Pannenhilfe-Einsätze verdoppeln sich

Die Schneechaos-Woche macht Lkw-Fahrern zu schaffen. Der ADAC Truckservice zählt doppelt so viele Einsätze. Die Wartezeiten verlängern sich jedoch nicht. Das ist die Bilanz, die der Pannendienst nach dem Winterchaos der vergangenen Tage zieht.

 

Der massive Wintereinbruch der vergangenen Woche sorgte für deutlich mehr Anrufe auf der Notruf-Hotline des ADAC Truckservice. (Foto: ADAC Truckservice)
Der massive Wintereinbruch der vergangenen Woche sorgte für deutlich mehr Anrufe auf der Notruf-Hotline des ADAC Truckservice. (Foto: ADAC Truckservice)
Christine Harttmann
(erschienen bei Unterwegs auf der Autobahn von Christine Harttmann)

Der Winter hatte in den vergangenen Tagen Deutschland nochmals fest im Griff. Zunächst tobte das Schneechaos in Norddeutschland, breitete dann aber von dort Richtung Süden. Dass dies auch vielen Lkw-Fahrern und ihren Fahrzeugen zu schaffen machte, bekam der ADAC Truckservice zu spüren. Die Zahl der Anrufe auf Notruf-Hotline sei im Vergleich zur Vorwoche um mehr als 100 Prozent auf über 12.000 gestiegen, berichtet der Pannenservice.

Auf dem ersten Platz der Pannenstatistik lagen in der Schneechaos-Woche Einsätze zum Abschleppen und Bergen. Weiter berichtet der ADAC, dass die teils massive Kälte zahlreichen Fahrzeugbatterien Probleme bereitete. Die Pannenhelfer seien wiederholt ausgerückt, um Starthilfe zu leisten. Für weitere Schwierigkeiten hätten, so heißt es, allgemeine Motorprobleme, eingefrorene Bremsen sowie versulzter Diesel gesorgt. Es waren wohl vor allem Lkw-Fahrer aus dem Ausland, die von den Schneemengen überrascht und mit zu dünner Kleidung und zu wenig Diesel unterwegs waren. Sie traf die vor allem für Norddeutschland ungewohnte Wetterlage besonders hart.

Dass die betroffenen Fahrer trotz stark belasteter Hotlines nicht länger als sonst auf Pannenhilfe warten mussten, liege am Servicekonzept, teilt der ADAC Truckservice mit. Eingehende Pannennotrufe laufen seit 2019 über den Service-Center-Satellit in Banja Luka im Norden Bosnien-Herzegowinas. Dort sind die Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz, um Notrufe anzunehmen. Die Zentrale in Laichingen konzentriert sich parallel auf die Werkstattbeauftragung und -steuerung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen so auch in Spitzenzeiten schnell die nötige Hilfe vermitteln können.

Damit es aber erst trotz Eis und Schnee erst garnicht zu Pannen kommt, rät der ADAC Truckservice zu einer guten Vorbereitung von Touren im Winter. Dazu gehört, den Lkw vor Fahrtantritt von Eis und Schnee zu befreien, damit unterwegs keine Eisplatten zu gefährlichen Geschossen werden und andere Verkehrsteilnehmer gefährden können. Darüber hinaus sollte das Fahrzeug vor Fahrantritt komplett vollgetankt und die Heizung kontrolliert werden. Auch die Bereifung sollte regelmäßig überprüft sowie Schneeketten mitgeführt werden. Wer zur Vermeidung von versulztem Diesel Benzin in den Tank füllt, muss hingegen mit einem Ausfall der Hochdruckpumpen und einer kostspieligen Reparatur rechnen. Vorbeugend wirken Fließverbesserer. Diese sollten jedoch nur bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt eingefüllt werden, weil sich nur dann Additiv und Diesel vermischen können.

Der ADAC Truckservice empfiehlt allen Lkw-Fahrern, bei Fahrten im Winter ausreichend warme Kleidung und mehr Nahrung und Getränke mitzuführen, um sich bei längeren Staus gut versorgen zu können. Die Fahrweise und das Bremsverhalten sind der Witterung anzupassen. Dies leistet einen Beitrag dazu, Unfälle zu vermeiden.

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