Wilhelmshaven: Deugro und Nordfrost entwickeln Green Energy Logistics Hub

Einen Beitrag zur Energiewende leisten und Kunden helfen, ihre Lieferketten zu sichern wollen Deugro und Nordfrost mit einem neuen Gateway nach Mitteleuropa und in die Nordsee.

Das Seehafen-Terminal von Nordfrost im Containerhafen Wilhelmshaven ist einer von zwei Standorten des Logistikers in Wilhelmshaven, der als Green Energy Logistics Hub fungiert. (Foto: Nordfrost)
Das Seehafen-Terminal von Nordfrost im Containerhafen Wilhelmshaven ist einer von zwei Standorten des Logistikers in Wilhelmshaven, der als Green Energy Logistics Hub fungiert. (Foto: Nordfrost)
Anna Barbara Brüggmann
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Der auf Spezialtransporte fokussierte Transportdienstleister Deugro und der Tiefkühl-Logistiker Nordfrost wollen künftig gemeinsam Lösungen für den steigenden Bedarf nach Lagerung und Transport von Komponenten der Energiewirtschaft erarbeiten. Mit einem Green Energy Logistics Hub in Wilhelmshaven sollen Kunden aus der On- und Offshore-Windenergiebranche sowie netznahe Akteure aus den Bereichen Konverter-Stationen, Umspannwerke, Kabelgeschäft und Transformatoren land- und wasserseitig bedient werden.

Im Rahmen der Kooperation stellt Nordfrost an seinen beiden Wilhelmshavener Hafenstandorten mit insgesamt 40 Hektar Grundstücksfläche rund 150.000 Quadratmeter für die gemeinsamen Hub-Aktivitäten zur Verfügung. Die überwachten und geschützten großen Logistikflächen verfügen über Zugang für Hochseeschiffe sowie eine direkte Hinterland-Anbindung an die deutsche Autobahn sowie das europäische Schienennetz.

Nordfrost soll für den Umschlag, die Lagerung und das Handling der Komponenten auf den Terminals mit eigenem Equipment wie Schwerlastkränen, Reachstackern sowie anderen Hebe- und Umschlaggeräten verantwortlich sein. Deugro will seine Projekt- und Transport-Erfahrung einbringen. Das Unternehmen ist bereits für Kunden in neuen und bestehenden Energiebranchen tätig. Dazu zählten laut eigener Angabe Biomasse, Kohlenstoffabscheidung, Energie aus Abfall, Geothermie, Wasserstoff, On- und Offshore-Windkraft, Solarenergie sowie Wellen- und Gezeitenkraftwerke.

Das neue Logistikzentrum soll die Region Zentraleuropa bedienen. Das gemeinsame Angebot umfasse den Umschlag und die Lagerung, die Konsolidierung und Kommissionierung von Komponenten, die Zustandsprüfung einschließlich Fotodokumentation, die Verpackung und das Stauen/Entladen von Containern, die Import-/Exportabfertigung sowie weitere logistische Dienstleistungen an den Nordfrost-Terminals in Wilhelmshaven.

Mit der tideunabhängigen Erreichbarkeit von der Nordsee aus und der direkten Hinterland-Anbindung mit ampelfreiem Zugang zur Bundesautobahn böten Logistikkonzepte über Wilhelmshaven Potenziale für Zeitersparnis und Effizienzsteigerung, so die beiden Partner. Die örtliche Infrastruktur und die vorhandenen Kapazitäten garantierten zudem einen optimalen Prozessablauf. Erweiterungsmöglichkeiten erhöhten die Flexibilität in der Lieferkette der Kunden.

Alle Dienstleistungen seien bereits verfügbar. Die erste Ladung sei bereits in Wilhelmshaven umgeschlagen worden.

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