Westfalen: Seecontainer als unbemannter Shop

Ein Smart Shop mit zeitlich unbegrenztem Zugang geht bei der Marke Alvore in den Pilotbetrieb – derzeit steht der dazu umgebaute Container für etwa sechs Monate auf dem Firmengelände der Westfalen AG in Münster. Nach erfolgreicher Testung soll er an einen öffentlich zugänglichen Standort umziehen.

(v. l.): Marc Weßling (CEO, Fillibri), Sandra Schütte (Leiterin Convenience, Gastronomie und Dienstleistungen, Westfalen), Katharina Ferraro (Koordinatorin Shopgeschäft, Westfalen), Christof Scherbeck (Head of Technology, Fillibri) und Julia De Lon (Marketing Managerin, Fillibri) vor dem smarten Container-Laden. (Foto: Westfalen AG)
(v. l.): Marc Weßling (CEO, Fillibri), Sandra Schütte (Leiterin Convenience, Gastronomie und Dienstleistungen, Westfalen), Katharina Ferraro (Koordinatorin Shopgeschäft, Westfalen), Christof Scherbeck (Head of Technology, Fillibri) und Julia De Lon (Marketing Managerin, Fillibri) vor dem smarten Container-Laden. (Foto: Westfalen AG)
Anna Barbara Brüggmann

Eigenen Angaben zufolge möchte die Westfalen AG auf aktuelle Entwicklungen, wie beispielsweise die zunehmende Nachfrage nach schnell und einfach zubereiteten Lebensmitteln, den steigenden Außer-Haus-Konsum und die fortschreitende Digitalisierung reagieren.

Einen neuen Lösungsansatz bieten soll daher ein sogenannter Alvore Smart Shop, ein unbemannter Shop in Form eines umgebauten Seecontainers mit durchgehendem Convenience-Angebot. Auf einer Fläche von 18 Quadratmetern sollen die Kunden dort schnell, bargeldlos und jederzeit unter anderem Getränke und ein Lebensmittelangebot von Süßwaren und Snacks bis hin zu Tiefkühlprodukten und Salatboxen erwerben können.

Der Smart Shop geht auf die Marke Alvore zurück, unter der Westfalen seine Tankstellen zu zukunftsfähigen Mobility Hubs entwickeln möchte. Laut Sandra Schütte, Leiterin Convenience, Gastronomie und Dienstleistungen bei Westfalen, soll der Einkauf möglichst selbsterklärend vollzogen werden können:

„Es fängt bereits beim Zutritt an, der über eine Legitimation mit Kredit- oder Debitkarte oder Personalausweis erfolgt. Über letzteres läuft dann auch die Altersverifikation beim Kauf von Alkohol- und Tabakwaren. Da wir uns im Shop für eine freie Warenverfügbarkeit entschieden haben und deshalb auf Verkaufsautomaten verzichten, findet die Bezahlung an einer Self-Scan-Kasse statt, die EC- und Kreditkarte sowie Apple und Google Pay akzeptiert“, so Schütte.

Mittelfristig sei geplant, den Kaufvorgang über eine Integration der Fillibri-App noch einfacher zu gestalten, heißt es. Nach Angaben von Marc Weßling, CEO bei Fillibri, biete der Pilotbetrieb die Möglichkeit, zusammen mit Westfalen das Scan and Go-Feature vorzustellen, welches markenübergreifend ausgerollt und auch in bestehenden Shops umgesetzt werden soll.

 

Nach sechs Monaten Umzug geplant

Der Alvore Smart Shop befindet sich während der circa sechsmonatigen Pilotphase auf dem Firmengelände der Westfalen AG in Münster. Nach erfolgreicher Beendigung der Testung soll der Container an öffentlich zugänglichen Standorten zum Einsatz kommen, beispielsweise an Tankstellen, Unternehmens- und Industriestandorten ohne Essensangebot oder Standorten mit fehlender Nahversorgung.

Schütte zufolge umfassen die derzeitigen Test sowohl die digitalen Services als auch die Sicherheits- und Überwachungssysteme. Der 9 mal 3 Meter große Seecontainer bietet dem Unternehmen zufolge eine Verkaufsfläche von 18 Quadratmetern, rund um die Uhr sei der Zutritt über Kredit-/Debit-Karte oder Personalausweis möglich.

Es steht laut Westfalen eine Self-Scan-Kasse für EC-/Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay zur Verfügung sowie ein Warenangebot von über 270 Artikeln. Bei der Umsetzung des Projekts arbeitet Westfalen nach eigenen Angaben mit dem Großhandelspartner Lekkerland zusammen.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, das Tankstellengeschäft mit Blick auf die Bedürfnisse von Konsumentinnen und Konsumenten kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Mehmet Tözge, Director Smart Store Development, Lekkerland SE.

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