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Wenig Wertschätzung für Zusteller in der Bevölkerung

Laut einer Online-Umfrage wäre nur jeder fünfte Empfänger bereit, für faire Arbeitsbedingungen von Paketzustellern zu zahlen. Die Mehrheit will diese Mehrkosten nicht übernehmen.

Sein Paket aus den Händen eines freundlichen Zustellers entgegennehmen, das will jeder. Für faire Löhne und Arbeitsbedingungen zahlen, das wollen die Meisten dann aber doch nicht. (Foto: DPD)
Sein Paket aus den Händen eines freundlichen Zustellers entgegennehmen, das will jeder. Für faire Löhne und Arbeitsbedingungen zahlen, das wollen die Meisten dann aber doch nicht. (Foto: DPD)
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Tobias Schweikl

Paketzusteller werden auch in der diesjährigen Vorweihnachtszeit wieder fleißig Millionen Pakete durch Deutschland befördern. Die Wertschätzung für Paketboten in der Bevölkerung ist dabei allerdings eher gering. Dies ist das Ergebnis einer Studie des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 1.136 Personen ab 18 Jahren vom 16. bis 20. November 2018 mittels standardisierter Online-Interviews repräsentativ befragt wurden.

Konsumenten setzen darauf, dass Paketzusteller von ihren Arbeitgebern fair behandelt werden: Rund ein Fünftel (22 Prozent) äußert die Bereitschaft, bei der Paketzustellung einen (symbolisch gewählten) Euro für faire Arbeitsbedingungen für die Zusteller zu bezahlen. Weitere 27 Prozent finden diese Idee zwar gut, sind aber nicht bereit dafür zu bezahlen. Jeder Dritte (32 Prozent) aber setzt faire Arbeitsbedingungen voraus und würde deshalb nicht dafür bezahlen.

Für andere Zusatzoptionen wie einen frei wählbaren Wunschtermin (16 Prozent), eine klimaneutrale Zustellung (14 Prozent) oder möglichst geringe Verkehrsbelastung (16 Prozent) ist der Anteil derer, die diese Eigenschaft voraussetzen, nur halb so hoch.

„Die Bereitschaft, für diese Dienstleistung Trinkgeld zu geben oder einen Aufpreis für faire Arbeitsbedingungen zu bezahlen, ist nur gering ausgeprägt“, sagt Aswin Parkunantharan, Senior Account Manager bei YouGov. „Auch wenn Paketzusteller mittlerweile für viele unverzichtbar sind, wenn es auf Weihnachten zugeht, sind Konsumenten mit Wertschätzung zurückhaltend.“

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Nahezu zwei Drittel (62 Prozent) der Deutschen geben Paketzustellern in der Regel kein Trinkgeld. Jeder Fünfte (18 Prozent) gibt Paketzustellern hin und wieder Trinkgeld. Nicht einmal jeder zehnte Deutsche (8 Prozent) hat für Paketzusteller regelmäßig ein Trinkgeld parat. Zum Vergleich: Drei von vier Deutschen (73 Prozent) geben Kellnern regelmäßig Trinkgeld, 60 Prozent Friseuren und 39 Prozent Taxifahrern.

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