Wasserstoff: Zusammenarbeit von Hafen Rotterdam und DeltaPort

Die Häfen wollen einen regionalen Wasserstoff-Knotenpunkt in Deutschland über den Import von grünem Wasserstoff aus Rotterdam zum Ruhrgebiet installieren.

Zur Deckung des erwarteten steigenden Bedarfs an grünem Wasserstoff wird Deutschland - wie auch die Niederlande - Wasserstoff importieren müssen. Foto: Port of Rotterdam
Zur Deckung des erwarteten steigenden Bedarfs an grünem Wasserstoff wird Deutschland - wie auch die Niederlande - Wasserstoff importieren müssen. Foto: Port of Rotterdam
Daniela Kohnen

Der Hafenbetrieb Rotterdam verstärkt seine Zusammenarbeit mit den DeltaPort Niederrheinhäfen. Ziel ist es laut eigenen Angaben, als Gruppe deutscher Binnenhäfen im nördlichen Ruhrgebiet zu einem regionalen Knotenpunkt für den Import von grünem Wasserstoff aus dem Rotterdamer Hafen zu werden.

Beide Parteien hatten sich am gestrigen Mittwoch mit anderen Unternehmen und Institutionen der Region zur Arbeitsgemeinschaft (ARGE) „EcoPort 813 – H2UB DeltaPort“ zusammengeschlossen und einen Letter of Intent unterzeichnet. Auch deutsche Unternehmen, wie der Energiekonzern Eon, Thyssengas, der Kühlhausbetreiber Nordfrost und die Regionalentwicklungsgesellschaft Kreis Wesel, haben diese Erklärung unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist es, für DeltaPort die Aktivitäten zu bündeln und diese in die Wasserstoffstrategie des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zu integrieren.

Die Tragweite dieses Projekts gehe laut Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, weit über die Region hinaus. Das Projekt mit dem Namen H2UB DeltaPort regelt die Wasserstofflieferung für die regionalen Abnehmer in den Kreisen Wesel und Kleve. Emile Hoogsteden, Geschäftsführer für Wirtschaft und Handel beim Hafenbetrieb Rotterdam:

„Für den Hafenbetrieb umfasst diese Zusammenarbeit zwei zentrale Projekte. Erstens sehen wir gute Chancen, dass DeltaPort zu einer Drehscheibe für die Lieferung und den Transit von grünem Wasserstoff wird, da es in der Region zahlreiche kompetente Akteure gibt, die ein starkes Interesse an diesem sauberen Energieträger zeigen. Sollte die lokale Produktion von Wasserstoff nicht ausreichen, kann er über Rotterdam importiert werden. Die Binnenschifffahrt und die Bahn spielen dabei eine zentrale Rolle.“

Zweitens wolle man die Entwicklung eines Cool Corridors unterstützen, so Hoogsteden weiter, also einer festen Binnenschifffahrtsverbindung für Kühlcontainer zwischen Rotterdam und dem Ruhrgebiet. Dank der Investition von Nordfrost in ein neues Kühllogistikzentrum, das mit sauberer Energie betrieben werden könne, könnte man dazu beitragen, emissionsfreie Binnenschifffahrtsverbindungen mit den Deepseaterminals in Rotterdam einzurichten, ähnlich dem für den Bierbrauer Heineken zwischen Alphen aan den Rijn und Moerdijk pendelnden Alphenaar.

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