Wasserstoff-Lkw: Test von DHL Express und Apple in Pilotprojekt

Der VDL-Brennstoffzellen-Lkw ist Teil eines europäischen Testprogramms, das zwischen den Niederlanden und Belgien läuft.

Mit einem Pilotprojekt will die DPDHL eruieren, inwieweit der Einsatz von grünem Wasserstoff in der Logistik sinnvoll verwendet werden kann. (Foto: DPDHL)
Mit einem Pilotprojekt will die DPDHL eruieren, inwieweit der Einsatz von grünem Wasserstoff in der Logistik sinnvoll verwendet werden kann. (Foto: DPDHL)
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Die Deutsche Post-Sparte DHL Express hat als nach Firmenangaben erster Unternehmensbereich einen wasserstoffbetriebenen Lkw für den Linienverkehr in den Einsatz genommen. Das besagt eine Pressemitteilung vom 23. September. Der Logistiker führt demnach einen Lkw-Pilottest auf der Strecke zwischen Breda in den Niederlanden und Brüssel in Belgien im Rahmen des H2 Share-Projekts des Interreg North-West Europe-Programms durch. Ziel des Programms, das von WaterstofNet koordiniert wird, ist es, die Entwicklung von CO2-armen wasserstoffbetriebenen Schwerlastfahrzeugen für die Logistik zu erleichtern und praktische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen zu sammeln. Das Programm soll ein transnationales Living Lab und eine Grundlage für die Entwicklung der emissionsfreien Schwerlastfahrzeugindustrie schaffen.

In einer globalisierten Welt sind nachhaltige und saubere Kraftstoffe entscheidend für eine klimaneutrale Logistik. Dies gilt nicht nur für See- und Luftfracht, sondern auch für den Straßenfrachttransport, da damit die CO2-Emissionen gesenkt werden. Deshalb engagieren wir uns nicht nur für die Elektrifizierung unserer Flotte, sondern investieren auch in die Entwicklung alternativer Antriebssysteme für lange Strecken. Das Projekt beweist, dass wir eine wirklich emissionsfreie Logistik in Europa erreichen können, wenn wir uns zusammentun und auf Erfahrungen aufbauen, erläutert Alberto Nobis, CEO von DHL Express Europa.

Während batterieelektrische Lkw effizient für die Zustellung auf der letzten Meile eingesetzt werden könnten, seien Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien wie Wasserstoff wichtig für den emissionsfreien Linienverkehr.

Der Logistikdienstleister testet nun ein Schwerlastfahrzeug mit einem Brennstoffzellen-Range-Extender von VDL. Der Lkw, der von dem niederländischen Spediteur Nassau Sneltransport betrieben wird, legt DPDHL zufolge täglich eine Strecke von rund 200 Kilometern zurück und überquert dabei die niederländisch-belgische Grenze. Im Rahmen des Projekts tankt der Lkw demnach täglich in Breda an einer mobilen Tankstelle von Wystrach. Er transportiert Sendungen des Kunden Apple.

Während der Pilotphase lassen sich dem Logistikdienstleister zufolge bis zu 350 Tonnen CO2 mit dieser neuen Technologie einsparen. Entsprechend seinem Nachhaltigkeitsfahrplans will DPDHL verstärkt in die Nutzung alternativer Kraftstoffe investieren. Der Wasserstoff erschließe neue Märkte und könne zu grünen Transportlösungen beitragen, glaubt man. Man will nun Erkenntnisse aus dem Projekt nutzen, um das Potenzial dieser Kraftstoffalternative zu evaluieren und die Entscheidungsfindungsprozesse zu unterstützen, heißt es weiter.

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