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VW Nutzfahrzeuge überrascht mit E-Lastenrad und E-Transportern

Beim Heimspiel in Hannover fährt der Lokalmatador groß auf und präsentiert ein eigenentwickeltes E-Lastenrad, Elektro-Caddy und -Transporter von ABT, einen 48-Volt-Mild-Hybrid vom T6 sowie die Brennstoffzellen-Studie Hymotion des Crafter.

Gegenwart und Zukunft: Das VW E-Lastenrad soll im nächsten Jahr in Serie gehen, der Crafter Hymotion mit Brennstoffzelle auf mittlere Sicht. | Foto: J. Reichel
Gegenwart und Zukunft: Das VW E-Lastenrad soll im nächsten Jahr in Serie gehen, der Crafter Hymotion mit Brennstoffzelle auf mittlere Sicht. | Foto: J. Reichel
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel, nfz-messe.com

VW Nutzfahrzeuge hat die Messe in Hannover für eine Offensive im Bereich Elektromobilität genutzt. Allem voran präsentierte man ein eigenentwickeltes, zweispuriges E-Lastenrad mit Neigetechnik und Antrieb von Conti, das 2019 in Serie gehen soll. Es soll bis zu 210 kg Gesamtgewicht inklusive Fahrer tragen, die ebenfalls passend entwickelte Box bietet einen halben Kubikmeter Ladevolumen. Das Lastenpedelec ist ausgestattet mit einem 250 Watt-Mittelmotor mit Automatikgetriebe, es verfügt es über eine innovative Neigetechnik, mit der die Ladefläche immer waagerecht bleibt.  präsentierte der Hersteller zudem die Serienversionen der in Kooperation mit ABT entstandenen Elektro-Caddy sowie E-T6 Transporter. Beide Modelle mit Elektroumrüstung sollen ab Frühjahr 2019 verfübar sein. Die Batteriekapazität beträgt 36 bzw. 72 kWh. Damit erzielen die Fahrzeuge eine Reichweite von 200 oder 400 km. Darüber hinaus wartete man mit einer Mild-Hybrid-Version des T6 Transporter auf, die vor allem im Stadtbetrieb massiv Sprit sparen soll.

Weiter in die Zukunft verwiesen die erstmals als Cargo-Variante gezeigte Studie des vollelektrischen I.D. BUZZ, die 2021 tatsächlich in Serie gehen soll. Dabei will man das "Internet der Dinge" mit an Bord bringen. So wurde etwa für Servicemonteure oder Wartungstechniker ein neues, elektrifiziertes Regalsystem entwickelt, das mit dem Auftrags- und Bestellsystem des Anwenders vernetzt ist. Alle Artikel im Regal lassen sich tracken. Wer einen Artikel benötigt, kann ihn sich automatisch liefern lassen. Mittelfristig könnte es auch eine Brennstoffzellenversion des Crafter geben, auf deren dem Vernehmen nach reifen Entwicklungsstand das Konzeptfahrzeug Crafter Hymotion hinwies. Die Tanks des Fuel-Cell-Fahrzeugs sind modular ausgelegt und ermöglichen Reichweiten von 350 bis zu 500 km. „Noch handelt es sich hierbei um eine Studie, aber das technische Konzept ist bereits seriennah", präzisierte Heinz-Jürgen Löw, Vertriebsvorstand bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. Der Crafter mit Brennstoffzellenantrieb sieht er als "nutzbringende Ergänzung des Antriebsportfolios" aus Benzin-, Diesel-, Erdgas- und e‑Motoren.

VWN-Vorstandschef Thomas Sedran unterstrich, Volkswagen Nutzfahrzeuge setze trotz der erzielten Fortschritte bei der Elektrifizierung seiner Produkte weiterhin auf den Diesel als Rückgrat der Logistik vieler Branchen und Anwendungsgebiete: Bei Langstrecken, in schwierigem Gelände, bei Baustelleneinsätzen und hohen Lasten seien hochmoderne Dieselmotoren auch weiterhin besser – sowohl wirtschaftlich wie auch aus Umweltgesichtspunkten.

Darüber hinaus sind am Stand zahlreiche Aufbauvarianten zu sehen, etwa ein Mehrkammer-Kühlfahrzeug mit Carlsen Baltic für die Lebensmitteldistribution oder ein Caddy mit Home-Delivery-Lösung von Gruau, bei der mit CO2 gekühlt wird.

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