VW Nutzfahrzeuge stellt Elektromobilität in den Fokus

Im VW-Werk Hannover hat sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) über alternative Antriebe bei Nutzfahrzeugen informiert.

Informationsaustausch zur e-Mobilität bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover: (v.li.) Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, VWN-Betriebsratsvorsitzende Bertina Murkovic und VWN-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Sedran am Cargo e-Bike, im Hintergrund der e-Crafter. (Foto: VWN)
Informationsaustausch zur e-Mobilität bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover: (v.li.) Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, VWN-Betriebsratsvorsitzende Bertina Murkovic und VWN-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Sedran am Cargo e-Bike, im Hintergrund der e-Crafter. (Foto: VWN)
Johannes Reichel

Anlässlich des Besuchs des niedersächsischen Umweltministers, Olaf Lies, hat VW Nutzfahrzeuge über die Elektro-Strategie und künftige Geschäftsmodelle am Stammsitz der Marke in Hannover informiert. Er nahm unter anderem das Cargo e-Bike, den e-Transporter und den e-Caddy des Umrüsters sowie den komplett eigenständigen VW e-Crafter, der bereits am Markt erhältlich ist, in Augenschein. Darüber hinaus gab der Hersteller einen Ausblick mit die batterie-elektrisch angetriebenen Studien I.D. Buzz, I.D. Buzz-Cargo sowie die Studie e-Crafter Hymotion, die per Brennstoffzelle mit Energie versorgt werden. Man habe in diesem Zusammenhang auch den durch E-Mobilität einhergehenden Transformationsprozess bei Personal und Produktion erörtert, heißt es aus dem Unternehmen.

„Volkswagen Nutzfahrzeuge geht den richtigen Weg in die CO2-freie Mobilität. Am Standort Hannover zeigt sich, was schon heute und in kurzer Zeit mit Elektro-Fahrzeugen möglich ist und künftig möglich sein wird“, meinte der Minister.

Die Bedeutung der Elektromobilität zeige sich nicht nur im Pkw-Bereich, sondern gerade bei den Nutzfahrzeugen. Lies hält für den Transportsektor und insbesondere im innerstädtischen Lieferverkehr E-Transporter für eine „echte und zudem umweltgerechte Alternative“. Deshalb sei es folgerichtig, dass sich Volkswagen Nutzfahrzeuge im Bereich der CO2-freien Mobilität deutlich stärker engagiere und eine Vorreiterrolle bei der Transformation auf diesem Gebiet einnehme. Wichtig sei dabei, einen breiten technologischen Ansatz zu wählen. „Daher kommt es neben den batterieelektrischen Lösungen darauf an, auch das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle voranzubringen“, mahnte der Politiker an.

E-Mobilität als Chance, wenn die Infrastruktur folgt

Man wolle die Marke zum „innovativen Mobilitätsanbieter“ umbauen, erklärte Thomas Sedran, Vorsitzender des VWN-Markenvorstands. Daher investiere man mehrere Milliarden Euro in leichte Nutzfahrzeuge, ein Großteil davon in die Elektromobilität. „Denn wir sehen den Wandel zur E Mobilität als Chance. Wir wollen diese Antriebstechnologie in ihrer alltäglichen Nutzung auf ein neues Level heben“, postulierte der VWN-Chef. Dazu gehöre aber ein forcierter Ausbau der Ladeinfrastruktur, betonte Sedran. „Hier sind Politik und Energiewirtschaft gefordert, Voraussetzungen für eine flächendeckende Nutzung von E-Mobilität zu schaffen“, so der Markenchef.

Das Werk Hannover produziert neben konventionell angetriebenen Fahrzeugen ab 2022 E-Modelle der I.D. Buzz-Familie, die auf der neuen E-Plattform MEB basieren. „Damit sorgen wir für Zukunftssicherung der Marke und somit der Standorte. Insgesamt machen wir Volkswagen Nutzfahrzeuge fit für die Veränderungen in unserer Branche“, betonte Sedran. Der wohl nicht vor 2021 auf den Markt kommende VW T7 wird aber wohl nicht als elektrifizierte Variante kommen, allenfalls mit „milder Hybridisierung"“. Auch bei der Entwicklung des I.D. Buzz scheint es an Kapazitäten zu fehlen, wie im Umfeld der Vorstellung der Jahresbilanz bekannt wurde. Die Marke arbeite mit Hochdruck an innovativen Mobilitätslösungen, versicherte dagegen der VWN-Chef Sedran.

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