Vollelektrischer Kleinlaster: Webasto und Green-G bringen den Ecarry auf die Straße

Der vollelektrische Kleinlaster Ecarry ist eine Entwicklung des italienischen Herstellers Green-G. Webasto unterstützt den Spezialisten für elektrische Fahrzeuge und Systeme mit seiner Batterie- und Klimatisierungstechnologie.

Klein, leicht, wendig und vollelektrisch: Der Ecarry ist prädestiniert für den urbanen Verkehr. (Foto: Green-G)
Klein, leicht, wendig und vollelektrisch: Der Ecarry ist prädestiniert für den urbanen Verkehr. (Foto: Green-G)
Christine Harttmann

Mit dem vollelektrischen Kleinlaster Ecarry feiert Green-G Premiere im Markt der Kommunalfahrzeuge. Das Tochterunternehmen der italienischen Goriziane Holding fokussiert sich auf die Entwicklung elektrischer Fahrzeuge und Systeme. Den Ecarry hat der Hersteller eigenen Angaben zufolge speziell für Dienstleistungsunternehmen entwickelt, die im urbanen Umfeld tätig sind. Als geeignete Einsatzgebiete nennt er Entsorgungsdienstleistungen, Gartenbau, städtische Logistik und Lieferungen im Bereich der letzten Meile.

Das Fahrzeug habe ungefähr die Dimensionen eines konventionellen Kleintransporters, heißt es in der Pressemeldung. Es lasse sich daher leicht manövrieren. Laut den Angaben verfügt es über eine N1-Straßenzulassung, wiegt maximal 3,5 Tonnen und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde.

Die Standard-Version des Ecarry ist mit einer Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie von Webasto mit 35 Kilowattstunden ausgestattet. Die Premium-Variante wird von zwei Batterien mit einer Gesamtleistung von 70 Kilowattstunden angetrieben. Je nachdem, ob ein oder zwei Batterien verbaut sind, kann das Kommunalfahrzeug bis zu 250 Kilometer zurücklegen, ohne geladen zu werden.

Auch bei der Innenklimatisierung des Kleinlasters setzt Green-G auf Technik von Webasto. Um das Innere des Fahrzeugs zu heizen, kommt ein elektrischer Hochvoltheizer zum Einsatz. Er wandelt Gleichstrom nahezu verlustfrei in Wärme um. Ein im Fahrzeug integriertes Klimasystem sorgt für die nötige Kühlung im Innenraum. Da in der Regel alle Thermomanagement-Funktionen – Heizen und Kühlen – viel Energie verbrauchen, so die Beschreibung, hätten die Ingenieur:innen von Webasto eine spezielle Regelstrategie entwickelt, die angepasst an die äußeren Wetterbedingungen Energie spare. Eine Kontrolleinheit regelt dabei alle HVAC-Geräte (Lüfter, Gebläse, Kühlmittelpumpe und Hochvolt-Geräte) entsprechend der gerade benötigten Betriebsart.

Mit dem Ecarry wolle man dazu beitragen, die Schadstoffbelastung und den Lärm in den Einsatzgebieten von Kommunalfahrzeugen zu reduzieren, so die gemeinsame Erklärung. Der ecarry solle dabei nur der Anfang sein. Weitere elektrische Fahrzeuge sollen folgen.

„Wir wollen die Welt mit innovativen technologischen Lösungen bereichern, die im Einklang mit der ökologischen Nachhaltigkeit stehen“, erklärt Alessandro Della Torre, Projektleiter bei Green-G.

Webasto möchte das italienische Unternehmen weiterhin auf seinem Weg unterstützen.

„Wir freuen uns, Green-G mit unseren Produkten und den zugehörigen Service-Paketen auf ihrem Weg begleiten zu können. Die Erkenntnisse, die wir durch die Integration unserer Produkte in den Ecarry gewinnen, lassen wir zudem unmittelbar als Marktanforderungen in die Produktentwicklungen einfließen. Die Zusammenarbeit gibt uns die Möglichkeit im in der E-Mobilität sehr wichtigen Markt des innerstädtischen Verteil- und Kommunalverkehrs weiter zu wachsen“, freut sich Manuel Kagelmann, Leiter Produktmanagement Batterien im Bereich Customized Solutions bei Webasto.

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