Volkswagen Nutzfahrzeuge: Mehr Gewinn und weniger Fahrzeuge

Mit einem positiven schließt Volkswagen Nutzfahrzeuge das Quartal 2022 ab und übertrumpft damit das Ergebnis des Vorjahres deutlich. Zugleich sind die Auslieferungen rückläufig.

ID. Buzz/ID. Buzz Cargo – Die Fahrzeuge sind seriennahe Studien und werden noch nicht zum Verkauf angeboten. (Foto: VWN)
ID. Buzz/ID. Buzz Cargo – Die Fahrzeuge sind seriennahe Studien und werden noch nicht zum Verkauf angeboten. (Foto: VWN)
Christine Harttmann

Auch bei Volkswagen Nutzfahrzeuge prägten Herausforderungen in der Produktion des ersten Quartals des Jahres 2022. Zulieferprodukten fehlten und die Logistikkette funktioniere nicht reibungslos. Der Krieg in der Ukraine verschärfe seit Februar die Lage nochmals, heißt es in der heute veröffentlichten Quartalsbilanz. Entsprechend seien die Auslieferungen im ersten Quartal um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, auf auf 81.900 Fahrzeuge. Trotz des Volumenrückgangs und des damit einhergehenden Umsatzrückgangs auf 2,3 Milliarden Euro gegenüber 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr steigerte der Fahrzeugbauer sein operatives Ergebnis deutlich. Insgesamt 46 Millionen Euro erwirtschafte VWN, 61 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der im Konzern zuständige Markenvorstand für Finanzen und IT, Michael Obrowski, erklärte:

„Trotz des Rückgangs bei den Auslieferungen ist es uns gelungen, unser Ergebnis deutlich zu steigern. Wir profitieren von stabilen Preisen in den Märkten, der hohen Nachfrage nach unserem hochwertigen California und einem weiterhin starken Gebrauchtwagengeschäft. Ebenso spielt unsere gute Kostendisziplin eine wesentliche Rolle bei der positiven Ergebnisentwicklung.“

Die T-Baureihe ging bei den Auslieferungen im ersten Quartal um 19,5 Prozent zurück auf insgesamt 35.100 Fahrzeuge. Gleichzeitig legte der California 6.1 im ersten Quartal um knapp ein Drittel auf 5.500 Fahrzeuge zu. Auch der neue Multivan erreichte nach dem Modellwechsel und der Einführung des komplett neuen Fahrzeugs im ersten Quartal 2022 ein Auslieferungsvolumen von 2.300 Fahrzeugen. Die Auslieferungen des Caddy stiegen leicht um 2,6 Prozent auf 22.900 Einheiten während der Crafter stärker von den negativen Auswirkungen im ersten Quartal betroffen war und auf 13.900 ausgelieferte Fahrzeuge zurückging (-26,6 Prozent). Der Amarok war vor der Vorstellung des neuen Modells im Sommer 2022 ebenfalls rückläufig auf 9.800 Fahrzeuge (-9,7 Prozent gegenüber Vorjahr).

Vertriebsvorstand Lars Krause dazu:

„Die Nachfrage nach unseren Produkten ist weiterhin hoch und unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt. Wir hoffen auf eine Entspannung der Versorgungslage, um unsere Kunden mit den gewünschten und bestellten Fahrzeugen zu beliefern. Und natürlich freuen wir uns auf den Vorverkaufsstart des neuen vollelektrischen ID. Buzz1 im Mai.“

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