Vision Mobility Think Tank: Elektrisch mobil ohne Reichweitenangst

Die riesigen Fortschritte bei Elektromobilität und Ladetechnik machen es möglich: vollig problemos und rein elektrisch unterwegs sein – auch auf Langstrecken. So jedenfalls stellt es sich im Vision Mobility Think Tank auf der IAA mobility dar.

Spannende Diskussion: Kurt Sigl, Präsident des BEM mit René Heining, Global Head of Sales & Marketing von eloaded und VISION Mobility-Chefredakteur Gregor Soller als Moderator (v.l.) - groß zugeschaltet aus Hamburg war auf dem Screen Joscha Lauer, Leiter des Bereichs Projektentwicklung bei Adler Smart Solutions. | Foto: J. Mogilevska
Spannende Diskussion: Kurt Sigl, Präsident des BEM mit René Heining, Global Head of Sales & Marketing von eloaded und VISION Mobility-Chefredakteur Gregor Soller als Moderator (v.l.) - groß zugeschaltet aus Hamburg war auf dem Screen Joscha Lauer, Leiter des Bereichs Projektentwicklung bei Adler Smart Solutions. | Foto: J. Mogilevska
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Noch immer hört man auf der IAA 2021 teils die Vorurteile, dass Elektromobilität nach wie vor Probleme mit der Stromversorgung und der Reichweite hätte. Im Panel mit Chefredakteur Gregor Soller diskutierten René Heining, Global Head of Sales & Marketing von eloaded, Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes eMobilität e.V., kurz BEM und aus Hamburg zugeschaltet war Joscha Lauer, Leiter des Bereichs Projektentwicklung bei Adler Smart Solutions. Der auch gleich eröffnete und bei Adler Smart Solutions das Projekt mit Shell verantwortete, bei dem normale Tankstellen um Schnellladelösungen ergänzt werden. Was mit einzelnen Projekten anfing, hat sich für Adler zum großen Geschäft entwickelt: Mittlerweile sind laut Lauer rund 100 Projekte im Vorlauf. Dabei werden sogar Standardzapfsäulen durch Ladepunkte ersetzt – auch um die Durchfahrtlösungen für E-Mobilität zu verbessern.

Die Schnelladestationen im Fernverkehr müssen mehr Erlebnischarakter bieten

Eine Steilvorlage für Heining, der bei eloaded den Großladepark von Sortimo an der A8 in Zusmarshausen als Beispiel für bessere Aufenthaltsqualität bringt. Denn auf vielen Raststätten stehen die E-Ladepunkte und teuren DC-Schnellladesäulen noch immer abseits der Gebäude im dunklen, unüberdacht und ungemütlich. Doch genau das soll sich laut Heining jetzt ändern. Aber auch das Thema „Strommangel“ hat er auf dem Schirm und nennt hier die Rallyebegleitung der Opel Corsa e, für die manchmal mitten im Nirgendwo ein zwei Megawatt bietender Schnellladepark errichtet werden muss – und auch das gelingt immer, selbst „mitten im Wald“.

Langstrecken rein elektrisch? Fährt der BEM-Präsident seit Jahren so!

Auftritt Kurt Sigl, der seit sechs Jahren seine Langstrecken mit einem Tesla bewältigt und das Wort „Reichweitenangst“ aus seinem persönlichen Vokabular gestrichen hat. „Das Ganze existiert und funktioniert seit Jahren“ resümiert er und plädiert für noch mehr Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die oft zähen Themen der Genehmigungen voranzutreiben. Denn hier lauert oft die größte „Angst“ der Beteiligten, dass ihre Projekte und Vorschläge in den Amtsstuben nicht genug „Reichweite“ haben.

Denn Grundlagen, Ideen und Möglichkeiten, das Thema schnell und unkompliziert weiterzutreiben gibt es genug!

Was bedeutet das?

Elektrisch mobil ohne Reichweitenangst – das ist 2021 längst Realität. Jetzt kommt es darauf an, das Thema zu verfeinern und für den Nutzfahrzeugfernverkehr fit zu machen, wofür es auch schon Ansätze und erste Planungen gibt.

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