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Vermischungsschaden: Nicht immer ist der Fahrer schuld

Die Tanks verwechselt? Mangelhafte Qualität geliefert? Nicht immer ist das der Grund, wenn aus der Zapfsäule ein Gemisch aus Superbenzin und Diesel kommt.
Foto: lichtkunst.73/pixelio.de
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Anna Maria Schmid

Wenn aus der Zapfsäule ein Gemisch aus Superbenzin und Diesel kommt, gerät fast immer zuerst der Tankwagenfahrer unter Verdacht, die Tanks bei der Belieferung verwechselt oder mangelhafte Qualität geliefert zu haben. Doch nicht immer trägt der Kraftstoff-Lieferant die Schuld. Das zeigt ein aktueller Schadenfall beim Spezialversicherer KRAVAG.

Nachdem der Fahrer eines Mineralölspediteurs mehrere tausend Liter Diesel und Superkraftstoff an einen Automobillogistiker geliefert habe, seien Probleme bei Neufahrzeugen aufgetreten, die wie üblich vor der Auslieferung an die Kunden betankt worden waren, berichtet die KRAVAG. „Motoren stotterten und aus den Auspuffrohren drangen dicke Qualmwolken. Ein Porsche fing sogar Feuer an der Auspuffanlage, als er nach der Betankung zur Reinigung in die Waschstraße fuhr“, erzählt Gerd Henge, Experte bei der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik (KUSS) GmbH.

Als der Mineralölspediteur über die Notfalltelefonnummer die KUSS alarmiert habe, befürchtete Henge einen Großschaden mit weitreichenden Folgen. Denn rund 450 Fahrzeuge mit dem Gemisch aus Diesel und Benzin waren seien bereits unterwegs zu Händlern oder Endkunden in ganz Europa gewesen. Eine sofort eingeleitete Untersuchung habe den KRAVAG-Kunden entlastet: Als unter den Augen eines Gutachters der unterirdische Doppelkammer-Tank im Auftrag von KUSS entleert und gereinigt wurde, sei die Ursache für den Vermischungsschaden ans Licht gekommen: Korrosion hatte Löcher in die Trennwand zwischen den beiden Tankkammern gefressen, so dass Diesel in das Superbenzin sickerte. „Da Diesel eine größere Dichte als Benzin hat, sinkt er auf den Boden der Tankkammer. Dort erhöhte sich die Konzentration dann mit der Zeit und erreichte schließlich einen für die Fahrzeuge kritischen Punkt. Das erklärt auch, weshalb der Schaden erst einige Tage nach der Lieferung auffiel“, so Henge.

Quellenhinweis Bilder (tlw.): Pixelio
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