Verkehrssicherheit: Neue Plakate für mehr Rücksicht im Straßenverkehr

Im Rahmen der Kampagne „Runter vom Gas“ haben das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat neue Plakate kreiert. Das Motto: mehr Achtung. Auf Autobahnen und Rastplätzen soll für mehr Rücksicht, Respekt und Achtsamkeit auf den Straßen geworben werden.

#mehrAchtung möchte an die Eigenverantwortung der Menschen appellieren, durch ihre Einstellung und ihr Verhalten zu mehr Rücksicht und einem respektvollen Miteinander im Straßenverkehr beizutragen, so die Initiatoren. (Foto: BMDV/DVR)
#mehrAchtung möchte an die Eigenverantwortung der Menschen appellieren, durch ihre Einstellung und ihr Verhalten zu mehr Rücksicht und einem respektvollen Miteinander im Straßenverkehr beizutragen, so die Initiatoren. (Foto: BMDV/DVR)
Anna Barbara Brüggmann

Ab August sollen an den Bundesautobahnen und Raststätten - an rund 700 Standorten bundesweit - Plakate mit Botschaften zu sehen sein, die alle Verkehrsteilnehmer zu mehr gegenseitigem Respekt sowie zu Wachsamkeit animieren sollen.

#mehrAchtung heißt die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) angestoßene Verkehrssicherheitsinitiative. Eingebettet ist sie in die Kampagne „Runter vom Gas“, welche von einer Partner-Allianz aus mehr als 50 Verbänden, Ministerien, Vereinen und Stiftungen getragen wird.

Zudem unterstützen die Unfallkassen und Berufsgenossenschaften sowie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bundesweit die Plakatierung. Insgesamt wurden drei Plakatmotive mit den Botschaften „Mehr Licht, weniger Hupe“, „Mehr Smart, weniger Phone“ sowie „Mehr Zeit, weniger Druck“ erstellt.

„Um die Vision Zero zu erreichen, brauchen wir #mehrAchtung im Straßenverkehr. Nicht nur im städtischen Bereich und auf Landstraßen, sondern insbesondere auch auf Autobahnen ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt“, so Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing, und unterstreicht: „Verkehrssicherheit ist Teamarbeit. Jeder Verkehrsteilnehmer ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb regen unsere Motive zu mehr Achtsamkeit an und sensibilisieren für ein respektvolles Miteinander auf der Autobahn.“

DVR-Präsident Manfred Wirsch zufolge sei mit dem Mensch als zentralem Bestandteil des Verkehrssystems neben klaren Regeln die Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden erforderlich – „ganz besonders bei der hohen Geschwindigkeit auf der Autobahn.“

Die Initiatoren verweisen in diesem Zusammenhang auf eine von ihnen in Auftrag gegebene Umfrage, derzufolge rücksichtsloses Verhalten anderer Verkehrsteilnehmender als primärer Auslöser für Stress im Straßenverkehr gilt. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Erlebte Achtsamkeit im Straßenverkehr motiviere besonders dazu, selbst achtsam zu sein.

„Eine umsichtige und rücksichtsvolle Haltung im Straßenverkehr ist eine tragende Säule der Unfallprävention. Daher freuen wir uns, mit der bundesweiten Autobahnplakatierung der neuen Initiative #mehrAchtung noch mehr Aufmerksamkeit zu verleihen“, so Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV.

Die Initiative soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Ziel der Vision Zero – keine Todesopfer und Schwerverletzten im Straßenverkehr – zu erreichen. Laut Statistischem Bundesamt seien im Jahr 2022 insgesamt 2.788 Menschen auf deutschen Straßen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

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