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Verbände: Bund soll Klimaschutz schneller finanzieren

Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) hat gemeinsam mit dem Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), dem Bundesverband Paket & Expresslogistik (BIEK), dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und dem Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) die „Förderstrategie 2030 für energieeffiziente Lkw“ entwickelt. Das Positionspapier wurde nun dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt.

Foto: Hans Linde auf pixabay
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Torsten Buchholz

Mit dieser auf das Jahr 2030 ausgerichteten Strategieempfehlung sprechen sich die Verbände für eine sinnvolle Kombination mittel- und langfristiger Anreizsysteme, wie eine teilweise und vollständige Mautbefreiung, Steuerbegünstigungen sowie Direktförderungen für die Anschaffung und Umrüstung von Lkw aus.

„Die nächsten zehn Jahre werden über das Gelingen der Verkehrswende entscheiden. Um CO2-Reduktionen in der von der Bundesregierung in ihrem Klimaschutzplan festgelegten Größenordnung erreichen zu können, müssen für den Straßengüterverkehr jetzt auch die finanziellen Weichen gestellt werden.“

Das fordert DSLV-Präsident Axel Plaß anlässlich eines Treffens der DSLV-Spitze mit Dr. Michael Güntner, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, am 24. Juni 2019. Plaß weiter:

„Werden nicht sämtliche technischen Möglichkeiten zur Emissionssenkung schnell ausgeschöpft, können die politisch festgelegten Klimaziele nicht ansatzweise Realität werden. Hierzu brauchen die Logistikunternehmen für ihre Lkw-Flotten nicht nur verbindliche technische Orientierung, sondern vor allem auch finanzielle Anreize für einen schnellen Umstieg auf deutlich teurere alternative Antriebe.“

Die bestehenden Fördermaßnahmen der Bundesregierung für den Umstieg auf alternative Antriebe müssten nicht nur ergänzt, sondern deutlich langfristiger an den Investitionszyklen der Unternehmen für ihre Lkw-Flotten ausgerichtet und damit für die Wirtschaft planbarer ausgestaltet werden.

Die Verbände fordern:

  • eine Verlängerung der Energiesteuerbefreiungen für CNG und LNG um weitere vier Jahre;
  • eine vollständige oder teilweise, an CO2-Emissionswerten orientierte Mautbefreiung über das Jahr 2020 hinaus für mindestens einen Investitionszyklus für Lkw-Flotten mit CNG-, LNG-, Batterie- und Wasserstoff/Brennstoffzelle-Betrieb;
  • höhere Direktförderungen für Neuanschaffungen und Umrüstung von Lkw mit CNG-, LNG-, Batterie- und Wasserstoff/Brennstoffzelle-Antrieb;
  • höhere degressive steuerliche Abschreibungen von energieeffizienten Lkw mit CNG-, LNG-, Batterie- und Wasserstoff/Brennstoffzellen-Antrieb.
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