UPS Flight Forward für Drohnenflüge zertifiziert

Die UPS-Tochtergesellschaft will mit der erfolgreichen Zertifizierung als Drohnenfluggesellschaft ihren Lieferdienst mit unbemannten Luftfahrzeugen für die Gesundheitsbranche weiter ausbauen.

Erfolgreiche Zertifizierung für die UPS-Tochtergesellschaft UPS Flight Forward als Drohnenfluggesellschaft in den USA. Foto: UPS
Erfolgreiche Zertifizierung für die UPS-Tochtergesellschaft UPS Flight Forward als Drohnenfluggesellschaft in den USA. Foto: UPS
Daniela Kohnen

Der KEP-Dienstleister UPS Flight Forward ist in den USA am heutigen Freitag offiziell als Drohnenfluggesellschaft zugelassen worden. Die sogenannte vollständige Part 135 Standard-Zertifizierung hatte die U.S. Federal Aviation Administration (FAA) abgenommen und berechtigt die UPS-Tochtergesellschaft beim Zustelldienst damit zum Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen.

Laut eigenen Angaben hatte UPS Flight Forward nach der Zertifizierung direkt den ersten Drohnenzustellflug nach Part 135 Standard auf dem WakeMed-Krankenhauscampus in Raleigh, N.C., gestartet.

Der Flug mit einem Matternet M2-Quadkopter habe unter einer staatlichen Ausnahmeregelung stattgefunden, die als „beyond visual line of sight“ (BVLOS)-Betrieb einen Flug jenseits der Sichtlinie des Piloten ermöglicht, so die weitere Mitteilung. David Abney, UPS Chief Executive Officer:

„Wir schreiben gerade Geschichte, und wir sind noch nicht fertig. Unsere Technologie öffnet Türen für UPS und löst Probleme auf einzigartige Weise für unsere Kunden. In Kürze werden wir weitere Schritte ankündigen, um unsere Infrastruktur auszubauen, die Dienstleistungen für Kunden aus dem Gesundheitswesen zu erweitern und Drohnen in Zukunft auf neuem Wege zu nutzen.“

Das Unternehmen will seinen Drohnendienst eigenen Angaben zufolge weiter ausbauen, um Krankenhäuser und Campus-Umgebungen in den USA zu beliefern und Kundenlösungen außerhalb der Gesundheitsbranche anzubieten. Für die Zukunft seien Transporte für unterschiedliche Branchen und regelmäßig Flüge von Drohnen über der Sichtlinie des Piloten hinaus geplant.

Die Part 135 Standard-Zertifizierung der FAA ist die höchste Zertifizierungsstufe und sieht keine Einschränkungen bei der Größe und dem Umfang des Flugbetriebs vor. Gleichzeitig dürfen eine Drohne und ihre Fracht das Gewicht von rund 25 Kilogramm (55 Pfund) übersteigen und nachts fliegen.

Das Zertifikat erlaubt dem Unternehmen zudem, eine unbegrenzte Anzahl von Drohnen zu fliegen, bei dem eine unbegrenzte Anzahl von Drohnen-Piloten das Kommando hat. So könne man seinen Betrieb auch an die Kundennachfrage anpassen, hieß es bei UPS.

Langfristig plant der KEP-Dienstleister nach eigenen Angaben den schnellen Aufbau von bodengestützten, Detect-and-Avoid (DAA)-Technologien zur Überprüfung der Sicherheit von Drohnen und zur Erweiterung zukünftiger Dienste. Gleichzeitig solle in der Zukunft eine zentrale Betriebsleitstelle gebaut werden.

Zudem könne sich das Unternehmen Partnerschaften mit weiteren Drohnenherstellern zum Bau neuer Drohnen mit unterschiedlichen Ladekapazitäten vorstellen, hieß es in der Mitteilung. Auch das Angebot neuer Dienstleistungen außerhalb des Gesundheitswesens, einschließlich des Transports von speziellen Rohstoffen und anderen regulierten Gütern sei geplant.

Printer Friendly, PDF & Email
Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »