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Unternehmen wollen Kraftfahrer auch im Ausland rekrutieren

Verkehrsverbände in Deutschlands begrüßen den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und fordern den zügigen Abbau bürokratischer Hürden.

Den Unternehmen der Logistikbranche mangelt es schon länger an Fachkräften. Von dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz erhofft sich die Branche jetzt Aufwind. (Foto: Pixabay)
Den Unternehmen der Logistikbranche mangelt es schon länger an Fachkräften. Von dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz erhofft sich die Branche jetzt Aufwind. (Foto: Pixabay)
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Christine Harttmann

In einer gemeinsamen Stellungnahme reagieren Verkehrsverbände positiv auf den Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, das die Bundesregierung heute im Kabinett beschließen will. Aus ihrer Sicht kann das Gesetz zur Behebung des Fachkräftemangels in der Branche beitragen. Neben Hochschulabsolventen soll es damit auch Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung aus Nicht-EU-Staaten ermöglicht werden, in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden. Nun gelte es, so die Verbände, den zügigen und konsequenten Abbau bürokratischer Integrationshemmnisse zu beschleunigen.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen sei es unerlässlich, auch das Potential ausländischer Fachkräfte verstärkt zu nutzen, erklären die Verkehrsverbände – darunter der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) sowie Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV). Während die Branche wegen der konjunkturell guten Rahmenbedingungen und des günstigen Geschäftsklimas in den Verkehrsbranchen wächst, mangelt es den Unternehmen an Fachkräften. Die Verbände der Verkehrsbranchen fordern daher schon seit längerem gezielte, an den Bedürfnissen der in Transport und Logistik Beschäftigten ausgerichtete, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.

Die Verkehrsverbände mahnen weiterhin an, neben den Bemühungen um ausländische Fachkräfte gleichzeitig das Potential inländischer Arbeitnehmer zu heben und die Anstrengungen zur Qualifizierung und Rekrutierung von Fachkräften aus Deutschland zu intensivieren. Neben Berufskraftfahrern braucht die Branche international ausgebildete Hochschulabsolventen verschiedener Fachbereiche, ebenso, wie die im dualen System ausgebildeten Fachkräfte. Zudem wird es für Logistikunternehmen zunehmend schwieriger betriebliche Ausbildungsplätze zu besetzen und hierdurch qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft zu generieren. Gelingt es nicht, in der Branche ausreichend Fach- und Nachwuchskräfte zu mobilisieren, drohen, so die Warnung der Verbände, im schlimmsten Fall Versorgungsengpässe.

Mit einem Fünf-Punkte-Plan reagierten die führenden Transport- und Logistikverbände vor einiger Zeit gemeinsam mit den Handels- und Industrieverbänden auf die Situation. Sie beschreiben darin die Handlungsfelder, die helfen können den Logistikengpässen durch Fahrermangel zu begegnen.

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