Ungarn: Metrans investiert in neues Terminal

Der Neubau in Zalaegerszeg soll das Güterbahnnetz der Metrans Richtung Süd- und Südosteuropa stärken.

Station auf dem Weg nach Triest: So soll das neue Metrans-Terminal in Zalaegerszeg einmal aussehen. (Visualisierung: Metrans / Grubyi Viacheslav)
Station auf dem Weg nach Triest: So soll das neue Metrans-Terminal in Zalaegerszeg einmal aussehen. (Visualisierung: Metrans / Grubyi Viacheslav)
Christine Harttmann

Die HHLA-Intermodalgesellschaft Metrans will ihre Verkehre auf dem Adriatischen Korridor sowie in Richtung Süd- und Südosteuropa ausbauen. Dafür soll in Ungarn ein neues Bahnterminal entstehen. Mehr als 40 Millionen Euro will das Unternehmen dafür investieren. In einer Pressemeldung vom 19. Februar 2021 informierte die Tochtergesellschaft die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), deren Tochter die Metrans ist, über eine entsprechende Vereinbarung mit der der ungarischen Regierung. Das Hub-Terminal entstehe in Zalaegerszeg, so die Mitteilung. Der Ort liegt auf der Verkehrsachse mit den Adria-Häfen Triest, Koper und Rijeka.

Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der HHLA, betont die strategische Bedeutung des Vorhabens für den Logistikkonzern:

„Wir investieren in Ungarn, weil wir dort erhebliche Potenziale für die Bahnverkehre der Zukunft sehen. Der Adriatische Korridor entwickelt sich zu einer überaus wichtigen europäischen Verkehrsachse. Deshalb haben wir kürzlich auch einen Hafenterminal im italienischen Triest erworben.“

Ungarn sei, so Titzrath weiter, mit seiner Lage im Herzen Europas für eine Erweiterung des Metrans-Netzwerkes in Richtung Süd- und Südosteuropa von großer Bedeutung. Peter Kiss, Vorstandvorsitzender der Metrans-Gruppe, kündigt Investitionen in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro an, um den neuen Terminal aufzubauen und auszurüsten.

„Dieses große finanzielle Engagement zeigt, wie wichtig Ungarn für die weitere Entwicklung der Metrans ist. Wir wollen in Ungarn und mit den Ungarn wachsen. Der geplante Terminal wird dabei helfen, das Land noch stärker zu einer der effizientesten logistischen Drehscheiben Europas auszubauen."

Sobald die notwendigen rechtlichen Grundlagen geschaffen seien, werde im Herbst dieses Jahres der Grundstein gelegt werden, teilt die HHLA mit. Der erste Bauabschnitt der Anlage soll schon im Jahr 2023 in Betrieb gehen. Die Investitionssumme von mehr als 40 Millionen Euro enthält eine Förderung durch ungarische Institutionen in Höhe von rund 11 Millionen Euro.

Die Menge der in Ungarn auf der Schiene transportierten Container wuchs in den letzten Jahren stetig. Auch Metrans profitierte davon, insbesondere durch den im Jahr 2017 eröffneten Hub-Terminal in Budapest. Im ersten Jahr wurden auf der Anlage etwa 250.000 Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, im Jahr 2019 waren es bereits 425.000 TEU. Im Corona-Jahr 2020 blieben die Umschlagzahlen trotz der in Folge der Corona-Pandemie bestehenden Beschränkungen in der Summe stabil.

Regelmäßige Blockzüge der Metrans verbinden Ungarn bisher über Budapest und das slowakische Dunajska Streda mit den Nordseehäfen Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam wie auch mit Duisburg und den Adriahäfen Triest und Koper. Das gesamte europäische intermodale Netzwerk der Metrans umfasst mittlerweile 17 eigene und weitere assoziierte Terminals. Dieses Netzwerk und der Terminal Budapest sind zudem ein wichtiger Teil der Neuen Seidenstraße.

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