Umfrage: 68 Prozent beurteilen Verkehrsinfrastruktur als schlecht

(dpa) Unpünktliche Züge, Staus und Baustellen auf den Autobahnen, Ärztemangel auf dem Land - die Infrastruktur war lange ein Stiefkind. Entsprechend kritisch fällt das Urteil der Bürger aus.

Duisburg: Die achtspurige Bahnstrecke am Autobahnkreuz Kaiserberg (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Foto: Christoph Reichwein/dpa)
Duisburg: Die achtspurige Bahnstrecke am Autobahnkreuz Kaiserberg (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Foto: Christoph Reichwein/dpa)
Christine Harttmann

Der Zustand des Straßen- und Schienennetzes in Deutschland wird laut einer neuen Umfrage mehrheitlich als schlecht eingeschätzt. In einer am Dienstag veröffentlichten Allensbach-Umfrage sagten 68 Prozent der Befragten, dass die Verkehrsinfrastruktur ihrer Einschätzung nach in einem „eher schlechten Zustand“ (57 Prozent) oder „sehr schlechten Zustand“ (11 Prozent) sei.

Allensbach zufolge hat sich die Einschätzung in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. 2011 sagten demnach 33 Prozent, der Zustand sei „eher schlecht“, 3 Prozent bewerteten den Zustand damals als „sehr schlecht“.

Die Umfrage wurde vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes in Auftrag gegeben. Sie stützt sich auf Interviews mit etwas mehr als 1000 Befragten ab 16 Jahren in Deutschland. Die Interviews wurden zwischen dem 5. und 18. April persönlich durchgeführt. Laut Allensbach ist die Umfrage repräsentativ.

Eine deutlich negative Bewertung erhielt neben dem Verkehr auch die digitale Infrastruktur. Auf die Frage „Wie schätzen Sie die digitale Infrastruktur ein, also wie schnell und sicher das Internet in Deutschland ist: Ist die digitale Infrastruktur alles in allem in einem …“ sagten 45 Prozent „eher schlechten Zustand“, 12 Prozent sagten „sehr schlechten Zustand“. Hier hat sich die Bewertung seit 2019 laut Allensbach nur geringfügig verändert.

Auch die Bereiche Bildung und Gesundheit wurden kritisch bewertet. Den Zustand der Gesundheitsinfrastruktur, also die Ausstattung mit Arztpraxen und Krankenhäusern, bewerteten 50 Prozent als eher schlecht oder sehr schlecht, bei der Infrastruktur im Bereich Bildung waren es 57 Prozent.

Die Umfrage wurde vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes in Auftrag gegeben. Sie stützt sich auf Interviews mit etwas mehr als 1000 Befragten ab 16 Jahren in Deutschland. Die Interviews wurden zwischen dem 5. und 18. April persönlich durchgeführt. Laut Allensbach ist die Umfrage repräsentativ.

Allensbach schreibt zur Methodik:

„Den Interviewern wurden dabei Quoten vorgegeben, die ihnen vorschrieben, wie viele Personen sie zu befragen hatten und nach welchen Merkmalen diese auszuwählen waren. Die Befragungsaufträge oder Quoten wurden nach Maßgabe der amtlichen statistischen Unterlagen auf Bundesländer und Regierungsbezirke und innerhalb dieser regionalen Einheiten auf Groß-, Mittel- und Kleinstädte sowie Landgemeinden verteilt. Die weitere Verteilung der Quoten erfolgte auf Männer und Frauen, verschiedene Altersgruppen sowie auf Berufstätige und Nichtberufstätige und die verschiedenen Berufskreise. (...) Die Befragung wurde mündlich-persönlich (face-to-face) nach einem einheitlichen Frageformular vorgenommen. Die Interviewer waren angewiesen, die Fragen wörtlich und in unveränderter Reihenfolge vorzulesen.“

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