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Truck Racing: EM bekommt einen Promoter

Die European Truck Racing Championship wird ab der Saison 2016 von ETRA Promotion vermarktet.

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Torsten Buchholz

Wenn im Mai 2016 die diesjährige Saison der ETRC (European Truck Racing Championship) an den Start geht, gibt es eine echte Neuheit. Erstmals seit vielen Jahren wird die Serie wieder von einem von der FIA ausgeschriebenen Serien-Vermarkter promotet. Dies war eine langjährige Forderung etlicher Protagonisten der Szene. Promotion wurde bisher - ohne festen FIA-Auftrag - von der Fahrer- und Teamvereinigung TRO mit viel Engagement und Herzblut quasi "nebenbei" geleistet.

Ab 2016 wird die ETRC von der eigens gegründeten Vermarktungsfirma ETRA Promotion (European Truck Racing Assosiation Promotion) gemanagt. Der Stammsitz, der als GmbH geführten Firma, in Koblenz lässt erkennen, wer hinter der Gründung steckt: der ADAC Mittelrhein. Dieser verfügt mit seinem Erfolgsmodell ADAC Truck Grand Prix auf dem Nürburgring auf eine jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet Truck-Sport-Marketing. Einer der beiden Hauptverantwortlichen der ETRA ist der Mayener Rolf Werner. Werner kann auf langjährige Funktionen im Motor- und Trucksport zurückblicken: ob als Justitiar des ADAC Mittelrhein , als Rennleiter des Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring oder als Vertreter des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund / Deutscher ASN) in der FIA Truck Kommission. Der zweite Mann im Kommandostand der ETRA ist Georg Fuchs (www.georgfuchs.com). Er kann seine internationalen Erfahrungen in der Organisation von Rennserien und Meisterschaften, insbesondere im GT-Sport, einbringen.

Die Zusammenarbeit zwischen ETRA und ETRC ist zunächst auf fünf Jahre ausgerichtet.

Gerade in Zeiten des Umbruches, Stichwort Rückzug der Hersteller und damit verbunden großer Teamsponsoren, hat sich die ETRA eine Verbesserung der aktuellen Situation in der Meisterschaft auf die Fahnen geschrieben. Und da gibt es einiges zu optimieren, wenn Truckracing zukunftsfähig sein will. Der Promoter hat vier Aufgabenfelder definiert in welche er sich einbringen wird: Sport, Organisation, Marketing und Finanzen. Als erste nach außen erkennbare Maßnahmen kann der eigenen Internetauftritt der Serie, eine Serien-Newsletter und der Partnervertrag mit dem Reifenhersteller Goodyear gewertet werden.

Mit Sam Smith, dem FIA-Medienbeauftragten der ETRA haben wir einige Fragen erörtert*:

Werden Sie zu Beginn der Saison neben Goodyear weitere Serienpartner/Seriensponsoren präsentieren?

Wir brauchen weitere Unterstützung und haben bereits mündliche Zusagen von zwei weiteren potenziellen Partnern. Die ETRC bietet ausgezeichneten Rennsport , gute Teams und Fahrer und sehr gut besuchte Rennveranstaltungen. In den letzten Jahren war die PR-Arbeit nicht immer sehr öffentlichkeitswirksam. Nur mit starke Partner können wir das erfolgreich ändern.

Was sind die Hauptziele der ETRA für die erste Saison?


Eines der wichtigsten Ziele ist die Schaffung vertrauensbildender Maßnahmen in unsere Arbeit und eine positive Außenwirkung für alle Beteiligten. Des Weiteren müssen wir neue Geldgeber für die Serie finden, damit alle Beteiligten ein finanziell stabiles Umfeld vorfinden. Das ist wichtig für die Sponsoren der Teams. Die ETRA hat dies erkannt und arbeitet daran. Erste Gespräche mit Partner aus der Industrie , den Verbänden und der Hersteller haben stattgefunden und stimmen uns positiv. Doch es braucht es Zeit und Geduld.

Werden wir künftig auch in deutscher Sprache Berichte von den Rennen im TV und Internet sehen?


Deutschland ist ein wichtiger Markt und stellt viele Teams und Fahrer. Es wird künftig auch eine deutschsprachige Version der ETRC-Internetseite geben. Auch die Berichterstattung im TV wird im März bei einer FIA-Sitzung in Paris bekanntgeben.

* Die Antworten wurden sinngemäß übersetzt und inhaltlich zum Teil gekürzt beziehungsweise zusammengefasst.

 

Quelle: www.faszination-truckrace.de

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