Traton-Quartalsbilanz: Solider Start unter widrigen Umständen

Mit einem deutlichen Plus beim Auftragseingang hat die Traton Group das erste Quartal 2022 abgeschlossen.

Versorgungsengpässe belasteten in der Traton Group im Ersten Quartal die Produktion. (Foto: Traton Group)
Versorgungsengpässe belasteten in der Traton Group im Ersten Quartal die Produktion. (Foto: Traton Group)
Christine Harttmann

In den ersten drei Monaten des Jahres überstieg in den ersten drei Monaten 2022 der Auftragseingang bei der Traton Group den Vorjahreswert um 17 Prozent. Der Hersteller zählte 95.600 Fahrzeuge. Mit 67.800 Bestellungen lag auch der Auftragseingang mit zwölf Prozent im Plus. Eine deutliche Steigerung verkündete der Nutzfahrzeugkonzern auch beim Umsatz. Dieser stieg um 30 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Operative Ergebnis mit 402 Millionen Euro um 114 Millionen Euro unter dem des Vergleichszeitraums 2021

Diese Quartalsbilanz legte die Traton Group gestern der Öffentlichkeit vor. Demnach hatten ein starkes Service Geschäft und die erfolgreiche Internationalisierungsstrategie durch den Markteintritt in Nordamerika erheblichen Einfluss auf das solide Ergebnis. Das wirtschaftliche Umfeld hingegen können kaum herausfordernder sein, erklärte CEO Christian Levin:

„Die Versorgungsengpässe mit Halbleitern sind noch nicht behoben und durch den Konflikt in der Ukraine fehlen auch Kabelbäume.“

Das erste Quartal 2022 zeige daher eindrücklich, dass sich die Strategie der Internationalisierung mit Navistar und des Ausbaus des Service-Geschäfts auszahle.

„Mit einem Anteil von etwa einem Viertel am Gesamtumsatz trägt das Service-Geschäft wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Das Service-Geschäft ist weniger konjunkturabhängig und wirkt mit seinen starken Margen stabilisierend.“

Im ersten Quartal habe zudem der Wandel hin zu alternativen Antrieben gerade im Busgeschäft Fahrt aufgenommen, so Levin weiter.

„Hier konnte die Traton Group ihren Marktanteil deutlich ausbauen.“

CFO Annette Danielski fügte hinzu:

„Wir halten trotz konjunkturellen Gegenwindes an unseren Zukunftsplänen fest. Das gilt auch für die Neuaufstellung von MAN Truck & Bus. Mit einem rigiden Sparkurs und auch aufgrund von Kurzarbeit hat es MAN geschafft, die Auswirkungen des Produktionsstopps in Folge des Kriegs in der Ukraine zu begrenzen. Nun laufen die Werke langsam wieder an, auf deutlich vermindertem Niveau.“

Der Krieg habe starke Auswirkungen auf den Konzern. Das spiegelt auch die konkretisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2022, in dem Tarton für alle Fahrzeuge einschließlich MAN TGE einen starken Absatzanstieg erwartet. Der Umsatz werde sich ebenfalls verbessern.

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