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Transportmarkt: Kapazitäten bleiben knapp

Einen Monat nach Einführung der US-Strafzölle bleibt die Nachfrage nach Laderaum auf konstant hohem Niveau.
Erich Westendarp / pixelio.de
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Anna Maria Schmid

Das vierteljährlich veröffentlichte Transportbarometer von Timocom deutet darauf hin, dass der Handelskonflikt mit den USA bislang keine Auswirkungen auf die Auslastung der Transportunternehmen in Europa gezeigt hat. Das teilt der Transportplattform-Betreiber mit.

„Die große Panik ist nicht zu beobachten, der Markt zeigt sich unbeeindruckt“, sagt Gunnar Gburek, Company Spokesman von Timocom, über die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal 2018. So sorge die anhaltend gute Wirtschaftslage der Unternehmen in Deutschland und in der Eurozone nach wie vor für einen Überhang an Frachtangeboten auf dem Transportmarkt.

Ein Einfluss der US-Politik, die seit Juni Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU erhebt, zeige sich in den letzten vier Wochen des zweiten Quartals nicht. Im Durchschnitt standen laut Timocom im Zeitraum von April bis Juni 76 Frachtangebote von Nutzern der Transportplattform 24 Laderaumangeboten gegenüber. Bereits im ersten Quartal dieses Jahres habe das Bild auf eine hohe Nachfrage nach Laderaum hingewiesen.

„Die Kurve wird immer flacher und entwickelt sich zu einer geraden Linie“, beschreibt Gburek die konstante Entwicklung. Bereits im Vorjahreszeitraum habe sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage mit 70:30 auf einem vergleichsweise ähnlichen Niveau bewegt. 2016 dagegen sei das Verhältnis von Frachtangeboten zu freiem Laderaum im zweiten Quartal mit 52:48 Prozent nahezu ausgeglichen gewesen.

„Die vorhandenen Transportkapazitäten sind und bleiben knapp“, so Gburek. Dieser Situation ließe sich nur damit begegnen, Leerfahrten zu vermeiden und vorhandene Ressourcen bestmöglich auszunutzen. „Insbesondere in Zeiten des Mangels müssen Stand- und Wartezeiten an den Rampen von Industrie und Handel weiter optimiert werden.“ Auch wenn die EU-Kommission ein Abwärtsrisiko in der weiteren Eskalation protektionistischer Maßnahmen durch die US-Regierung sieht, werde der Transportmarkt in der EU in den kommenden Monaten von einem Nachfrageüberhang gekennzeichnet bleiben, prognostiziert Gburek.

Quellenhinweis Bilder (tlw.): Pixelio
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