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Transportmarkt: 2016 war freier Laderaum gefragt

Ungewöhnlich vital zeigte sich der Transportmarkt im vierten Quartal des Jahres 2016. Erstmals seit Langem überstieg zum Jahresende die Nachfrage nach Frachtraum das Angebot freier Ladekapazitäten.
(Foto: Deutsche Bahn AG)
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Christine Harttmann

Das geht aus dem Transportbarometer hervor, das TimoCom aktuell vorgelegt hat. Demnach stand einem Frachtanteil von 53 Prozent an Anteil von 47 Prozent freiem Laderaum gegenüber. In jedem der drei Monate des vierten Quartals habe der Frachtanteil mindestens die 50-Prozent-Marke erreicht, ist in dem Transportbarometer zu lesen.

Bereits im dritten Transportbarometer-Quartalsbericht des Jahres 2016, der mit rekordverdächtigen 61 Prozent Fracht abschloss, hatte TimoCom Company Spokesman Marcel Frings einen goldenen Herbst prognostiziert. Im Oktober 2016 standen 59 Prozent angebotener Fracht 41 Prozent freie Laderaumkapazitäten gegenüber.

Spannend blieb die Frage, ob der November entsprechend der vergangenen Jahre auf Talfahrt gehen würde. Diese Befürchtung bewahrheitete sich zunächst, doch dank des starken Herbstes konnte sich der Frachtanteil im November 2016 immer noch bei 50 Prozent halten. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr Fracht als in 2014 und 2015. Auch im Dezember wurde kräftig weiter konsumiert. Das Frachtaufkommen im Weihnachtsmonat stieg auf 51 Prozent an. Frings erläutert die Gründe für das starke vierte Quartal 2016: „Durch den schneefreien Jahresausklang konnten die Frachten ohne Wetterprobleme transportiert werden. Zudem wurden die laufenden Arbeitsprozesse durch die arbeitgeberfreundlichen Feiertage nicht beeinträchtigt.“

Insgesamt entwickelte sich das Jahr 2016 trotz des sehr ruhigen Starts frachtenreich: Ab Frühlingsbeginn überstieg der Frachtanteil in jedem Quartalsergebnis die freien Laderaumkapazitäten. In der Endabrechnung weist das gesamte Jahr ein Fracht- zu Laderaumverhältnis von 48Prozent zu 52 Prozent auf und liegt damit näher am theoretischen Optimum als das Ergebnis aus 2015 (46:54).

Auch für 2017 ist Frings durchaus optimistisch: „Laut Prognosen wird auch 2017 ein Jahr des Wachstums. Dennoch gibt es Risiken, wie die anstehenden Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland sowie die generelle politische Entwicklung. Es gilt abzuwarten, ob sie entscheidende Auswirkungen auf das wirtschaftliche Handeln haben werden.“

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