Transportgewerbe: Negativtrend geht weiter

Auch im dritten Quartal 2019 war die wirtschaftliche Lage im deutschen Logistikgewerbe deutlich negativ. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngst veröffentlichte Konjunkturanalyse des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL).

Im dritten Quartal 2019 waren die Fahrzeuge der Transportunternehmen schwächer ausgelastet, als im Vorquartal.(Foto: Pixabay)
Im dritten Quartal 2019 waren die Fahrzeuge der Transportunternehmen schwächer ausgelastet, als im Vorquartal.(Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Der Geschäftslage-Saldo (Durchschnitt aus Umsatz und Betriebsergebnis-Saldo) fiel demnach von minus 3 auf minus 9,5 Prozentpunkte. Dies sei das schlechteste Ergebnis für ein drittes Quartal dem Jahr seit 2012, so der BGL.

Auch der Betriebsergebnis-Saldo, auf dem die Geschäftslage basiert, sank dem BGL zufolge auf den niedrigsten Stand eines dritten Quartals seit fünf Jahren. Mit 23,5 Prozent war es fast ein Viertel der Unternehmen, das von einem schlechten Betriebsergebnis sprach. Im Vorquartal waren es 20 Prozent. Der gleichen Logik folgen die Umsätze, die auf einen ebenfalls historisch niedrigen Stand fielen. Bei 17 Prozent der Betriebe, satt 23,5 Prozent wie im Vorquartal, stiegen sie gengenüber dem Vorquartal, bei 28 Prozent, statt 24,5 Prozent, waren sie rückläufig.

Auch die Fuhrparkkapazitäten waren rückläufig. Von den 260 Unternehmen, die sich an der Umfrage zur Konjunkturanalyse beteiligten, antworteten 14 Prozent, dass sie ihren Bestand reduzieren, während nur 7,5 mehr Fahrzeuge anschaffen wollen. Dazu passt, dass sich die Fahrzeugauslastung bei 23 Prozent der Unternehmen verringerte, 9 Prozent konnten sie Steigern. Auch die Umsätze folgten diesem Trend. Bei 28 Prozent Unternehmen sanken sie im Vergleich zum Vorquartal, während sie bei 17 Prozent stiegen. Da verwundert es kaum, dass in dieser Situation laut BGL 23,5 Prozent der im Straßengüterverkehr Tätigen ihr Betriebsergebnis als schlecht bewerten.

Eine leichte Entspannung gab es bei der Kostenspirale. Der Konjunkturanalyse zufolge kämpfte im dritten Quartal 2019 knapp die Hälfte der Befragten, nämlich 45,5 Prozent, mit gestiegenen Gesamtkosten. Im Vorquartal waren davon noch 56 Prozent und somit mehr als die Hälfte der Unternehmen betroffen. Grund dafür waren bei 38,5 Prozent die gestiegenen Personalkosten, höhere Fahrzeugkosten führten 31 Prozent an. Ebenso viele begründeten den Kostenanstieg mit dem teurer gewordenen Treibstoff. Für jeden neunten Betrieb war außerdem die gesunkene Zahlungsmoral der Kunden ein Problem. Damit, dass die Kostenentwicklung auch in den auf den Befragungszeitraum folgenden sechs Monaten nach oben geht, rechnen 46,5 Prozent der Betriebe und somit geringfügig weniger als im Vorquartal, da waren es 48 Prozent.

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