Transport Market Monitor: Spotmarkt-Preise fast auf Dreijahreshoch

Die knappen Transportkapazitäten treiben die Preise am Spotmarkt im Juli 2021 nach einer Transporeon-Analyse weiterhin an.

Der Sportmarkt zeigt beim Straßengüterverkehr weiterhin ein hohes Preisniveau bei geringen Transportkapazitäten. Foto: Pixabay
Der Sportmarkt zeigt beim Straßengüterverkehr weiterhin ein hohes Preisniveau bei geringen Transportkapazitäten. Foto: Pixabay
Daniela Kohnen

Im Juli dieses Jahres haben sich die europäischen Straßentransportkapazitäten nicht sichtlich verbessert. Zu diesem Ergebnis kommen die aktuellen Auswertungen des Transport Market Monitor (TMM). Der Online-Service wird von der Logistik Plattform Transporeon auf Basis von jährlich über 1,8 Millionen Frachtaufträgen über den Spotmarkt generiert.

Demnach verharrte der Index für die europäischen Straßentransportkapazitäten im Monat Juli mit 76.7 Punkten weiterhin auf niedrigem Niveau und sank gegenüber Juni 2021 leicht um minus 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2020 standen 26,9 Prozent weniger Transportkapazitäten auf dem Spotmarkt zur Verfügung.

Auch die Preise zeigten sich fast unverändert auf hohem Niveau und blieben mit 113,5 Indexpunkten nur minus 2,6 Prozent hinter dem im Juni 2021 gemessenen Dreijahreshoch von 116,6 Punkten zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Index im Juli 2021 eine deutliche Steigerung von plus 21,1 Prozent. Nikolay Pargov, Executive Director Freight Procurement & Audit bei Transporeon:

"Die Kapazitätsengpässe bei den Transporten von Lkw-Ladungen in Europa halten an. Das führt zu hohen Spotmarktpreisen, während die verfügbaren Kapazitäten auf einem niedrigen Niveau verharren, insbesondere im Automobilsektor.“

Diese Entwicklung sei laut Pargov auf etliche Faktoren zurückzuführen und erzeuge Inflationsdruck, der die wirtschaftliche Erholung verlangsamen könnte. Auf der Angebotsseite erwarte man, dass wieder mehr Kapazitäten auf dem Markt verfügbar seien – jedoch sei die Nachfrageseite ebenso wichtig.

„Die Hauptfrage ist, wie viel der derzeitigen Nachfrage auf der allgemeinen Erholung und dem langfristigen Wachstum beruht und welcher Anteil dem so genannten 'Bullwhip'-Effekt geschuldet ist!

Im europäischen Automobilsektor fielen die verfügbaren Straßentransportkapazitäten im Juli 2021 verglichen mit dem Vormonat um minus 8,3 Prozent auf 69,5 Indexpunkte und liegen damit um minus 22,9 Prozent unter dem Niveau von Juli 2020. Hingegen erreichten die Preise für Transporte im Juli 2021 103,9 Indexpunkte und bewegten sich damit um plus 0,9 Prozent leicht über dem Vormonatswert. Verglichen zum Vorjahresmonat lagen sie mit plus 18 Prozent deutlich höher als im Juli 2020.

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