Werbung
Werbung
Werbung

Transport Logistic: Die Schiene im Fokus

Die Fachmesse Transport Logistic macht Anfang Juni die Verlagerung von Gütern auf den Bahnverkehr zum Topthema.

Die Fachmesse transport logistic 2019 hat die Diskussion über die Verlagerung von Gütern auf die Schiene auf ihre Agenda gesetzt. (Foto: Messe München)
Die Fachmesse transport logistic 2019 hat die Diskussion über die Verlagerung von Gütern auf die Schiene auf ihre Agenda gesetzt. (Foto: Messe München)
Werbung
Werbung
Redaktion (allg.)
von Sandra Lehmann, LOGISTIK HEUTE

Im EU-Vergleich liegt Deutschland derzeit mit einem Anteil des Schienengüterverkehrs von 19 Prozent im Mittelfeld. Eine Reihe von Sofortmaßnahmen soll den Anteil deutlich steigern und die Straße entlasten: Dazu zählen der Streckenausbau, Modernisierungen, Zuschüsse für Trassenentgelte, Automatisierungen und mehr Fördergelder für Innovationsprojekte. Das meldet die Messe München GmbH, Veranstalter der Leistungsschau transport logistic (4. bis 7. Juni 2019 in München), im Vorfeld der Messe.

„Das Gelingen des Masterplans ist nicht nur für die Logistikbranche, sondern für die gesamte Volkswirtschaft in Deutschland äußerst wichtig“, erklärt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. „Die Initiative wird deshalb auch während der transport logistic diskutiert werden.“

In der EU sank der Anteil des Schienengüterverkehrs bei inländischen Transporten laut Eurostat sogar von 18,7 Prozent in 2011 auf 17,4 Prozent in 2016. Das Bild ist jedoch heterogen: Während in Lettland zwei Drittel der Fracht per Bahn befördert werden, liegt der Anteil in Spanien bei nur fünf Prozent.

„Ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Staat und Branche wie beim Masterplan verabredet, ist der einzige Weg, um die notwendigen Innovationen und Investitionen im Schienengüterverkehr auf breiter Front umzusetzen“, sagt Sarah Stark, Leiterin Europapolitik, Bahntechnologie und Schienenverkehr beim Deutschen Verkehrsforum.

Als ersten Erfolg wertet sie, dass die EU-Kommission die staatlichen Beihilfen von 350 Millionen Euro zur Förderung des Schienengüterverkehrs in Deutschland gebilligt hat. Mit dem Geld sollen den Unternehmen bis zu 45 Prozent der Trassenentgelte erstattet werden, die sie für die Nutzung des Eisenbahnnetzes entrichten müssen.

„Dadurch sinken die Betreiberkosten, was die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs spürbar erhöht“, stellt Stark fest.

Entscheidend sei zudem, Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung zu fördern. Als Beispiel führt Stark das automatische Kuppeln, Rangieren und Abdrücken von Güterwagons an.

„Solche Maßnahmen ergeben aber nur Sinn, wenn die Güterwagen aller Bahngesellschaften für diese Technologie ausgerichtet sind. Schließlich bestehen Güterzüge aus Wagen ganz unterschiedlicher Betreiber“, so Stark.

Um Innovationen zu initiieren, fordert sie ein staatlich gefördertes Markteinführungsprogramm von über einer Milliarde Euro, welches die Wirtschaft zur Hälfte finanziert. Als Meilenstein wertet Stark die Aufnahme eines Haushaltstitels ‚Zukunftsprogramm Schienengüterverkehr‘ im Bundeshaushalt 2020.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung