Transformation der Logistikbranche: Netzwerke unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Das Netzwerk Logistik Mitteldeutschland und das Forum für Klima, Energie, Mobilität und Bauen bündeln ihre Kompetenzen. Ziel ist es, die Logistikbranche klimaneutral zu gestalten.

Die Logistikbranche zu einer klimaneutralen Branche entwickeln: Diesem Ziel wollen sich das Netzwerk Logistik Mitteldeutschland und das Forum für Klima, Energie, Mobilität und Bauen gemeinsam widmen. (Foto: Pixabay)
Die Logistikbranche zu einer klimaneutralen Branche entwickeln: Diesem Ziel wollen sich das Netzwerk Logistik Mitteldeutschland und das Forum für Klima, Energie, Mobilität und Bauen gemeinsam widmen. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Eine jetzt gestartete Kooperation soll die Güterverkehrskompetenz mit der Energie- und Klimakompetenz verknüpfen, um die Logistikbranche auf dem Weg zur Klimaneutralität voranzubringen. Eine entsprechende Vereinbarung haben das Netzwerk Logistik Mitteldeutschland und das Forum für Klima Energie Mobilität und Bauen (KEMB) am 3. Mai unterzeichnet.

Man wolle lösungsorientiert, technologieoffen und marktwirtschaftlich vorgehen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Beide Verbände setzen laut Mitteilung auf die Diskussion mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in relevanten Themenfeldern wie E-Mobilität, alternative Kraftstoffe oder Digitalisierung. Daraus wollen sie Impulse für die Transformation zu einer klimaneutralen Gesellschaft im Jahr 2045 ableiten.

Es gelte, die Schlüsselbranche Logistik gemäß den Pariser Klimaschutzvereinbarungen zu transformieren. Dies erfordere große Anstrengungen und eine intelligente Umsetzung, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht an Bedeutung verliere, sondern durch den Umbau sogar gestärkt werde, heißt es in der Erklärung.

„Die Transformation der Logistikbranche ist eine enorme Herausforderung. Wir stellen bei den Unternehmern großes Engagement, aber auch viel Skepsis fest, wie das gelingen kann, ohne wirtschaftlich ins Hintertreffen zu geraten. Deswegen wollen wir die Debatten nicht nur verfolgen, sondern mitgestalten, und haben mit dem KEMB-Forum dafür einen hochkompetenten Partner gefunden“, erklärte Toralf Weiße, Vorstandsvorsitzender des Netzwerk Logistik Mitteldeutschland.

Mit rund 140 Mitgliedern aus Logistik und logistiknahen Dienstleistungen, die überwiegend in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ansässig sind, repräsentiert das Netzwerk viele Akteure der Branche in Mitteldeutschland. Dazu gehören neben zahlreichen „klassischen“ Logistikdienstleistern auch Unternehmen aus dem Bereich der logistiknahen Dienstleistungen, der Personal- und Immobilienwirtschaft, Gebietskörperschaften wie die Städte Leipzig und Halle, die regionalen Industrie- und Handelskammern sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Deutschland sei eine Mobilitätsnation, Mitteldeutschland ein Mobilitätszentrum, erklärte der Vorsitzende des KEMB-Forums, Prof. Dr. Martin Neumann:

„Angefangen von den Kfz-Produzenten über die Reisebranche mit den wichtigen Flughäfen und Frachtdrehkreuzen bis zu den Paket- und Briefzustellern profitiert der Wirtschaftsstandort Deutschland enorm von seiner leistungsfähigen Logistikbranche.“

Gemeinsam mit dem Logistik Netzwerk Mitteldeutschland will das KEMB-Forum Deutschland in Sachen Klimaschutz im Mobilitätssektor in eine internationale Spitzenposition bringen. Dazu gehöre auch, so Neumann, die politische Diskussion und Entscheidungsfindung voranzutreiben.

Das KEMB-Forum versteht sich als Impulsgeber für eine Energiewende, die den Wohlstand in Deutschland und Europa sichert und den weltweiten Klimaschutz auf Basis des Pariser Abkommens und des europäischen Green Deal umsetzt. Dazu bindet es alle relevanten Stakeholder in den Diskurs ein, darunter auch die Logistikwirtschaft.

Das erste gemeinsame Forum soll Ende des dritten, Anfang des vierten Quartals in Mitteldeutschland stattfinden. Perspektivisch sind auch Veranstaltungen in ganz Deutschland denkbar.

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