Trans-o-flex ThermoMed Austria: Neuer Standort in Steiermark

Das Logistikunternehmen baut in Österreich ein neues Umschlagzentrum für Pharmalogistik mit aktiver Temperaturführung bei 2 bis 8 und 15 bis 25 Grad. Der Neubau soll im Frühjahr 2024 seinen Betrieb aufnehmen.

Gleichzeitig mit dem Richtfest wurde in Lebring ein symbolischer Grundstein gelegt. Mit dabei waren (v. l.) ÖkR Ing. Franz Labugger (Bürgermeister der Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen) und Wolfgang P. Albeck (CEO von trans-o-flex). Foto: trans-o-flex
Gleichzeitig mit dem Richtfest wurde in Lebring ein symbolischer Grundstein gelegt. Mit dabei waren (v. l.) ÖkR Ing. Franz Labugger (Bürgermeister der Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen) und Wolfgang P. Albeck (CEO von trans-o-flex). Foto: trans-o-flex
Daniela Sawary-Kohnen

Um die Netzwerkkapazität in Österreich weiter auszubauen sowie die Umschlagprozesse zu beschleunigen und nachhaltiger zu gestalten, baut Trans-o-flex ThermoMed Austria in der Steiermark ein neues Umschlagzentrum. Am gestrigen Dienstag hatte das auf die Pharma- und Gesundheitsbranche spezialisierte Unternehmen Richtfest gefeiert. Trans-o-flex-CEO Wolfgang P. Albeck:

„Wir können in Lebring zweieinhalbmal mehr Sendungen umschlagen als an unserem bisherigen Standort in Kalsdorf. Und während die Anlage in Kalsdorf gemietet war, bauen wir in Lebring auf eigenem Grund und Boden.“

Dabei investiert die österreichische Tochtergesellschaft der deutschen trans-o-flex laut eigenen Angaben einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Wolfgang P. Albeck:

„Das ist viel Geld für einen relativ kleinen Standort mit einer Tagesmenge von rund 2.000 Paketen. Aber erstens ist der Standort für unseren Kundenservice wichtig, um landesweit einen 24-Stunden-Service anbieten zu können. Zweitens sichern wir uns langfristig niedrigere Betriebskosten. Und drittens verringern wir unseren ökologischen Fußabdruck.“

Wärmedämmung, LED-Beleuchtung und Photovoltaik

Weil der Energieaufwand angesichts der für die Qualität der Arzneimittel notwendigen aktiven Temperaturführung relativ hoch sei, investiere man beim neuen Gebäude in starke Wärmedämmung, hieß es. So baue man eine Photovoltaikanlage auf das Dach der rund 1.100 Quadratmeter großen Halle. Der Strom könne für die zum Heizen und Kühlen eingesetzte Wärmepumpe genutzt werden, aber auch an den Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Für die Beleuchtung soll in der Anschaffung teure, aber im Betrieb sparsame LED-Technik eingebaut werden. Wolfgang P. Albeck:

„Und der gesamte Regen, der auf Dächer und versiegelte Flächen des rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstücks fällt, wird nicht in die Kanalisation geleitet. Auf dem Grundstück befindet sich ein spezieller Teich, der sämtliches Regenwasser auffängt und kontrolliert versickern lässt.“

In Lebring will trans-o-flex ThermoMed Austria bis zu 40 Mitarbeiter beschäftigen, die von dort aus künftig die Steiermark, Kärnten, Teile des Burgenlandes sowie Osttirol bedienen. Insgesamt verfügt der Logistiker über vier Standorte mit Großebersdorf (Niederösterreich), Regau (Oberösterreich), Fritzens (Tirol) und aktuell noch Kalsdorf (Steiermark). Die Standorte sind sowohl an das deutsche ThermoMed-Netz als auch an die Partnernetze in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden angebunden.

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