Trans-o-flex: Neuer Standort nahe Zwickau

Am 6. September hat Trans-o-flex ein neues Logistikzentrum im sächsischen Wildenfels bei Zwickau eröffnet. Es soll als Umschlagzentrum für das Kühlnetzwerk ThermoMed sowie für Express-Services mit untemperierten und aktiv temperierten Transporten dienen.

Die Y-Form der Anlage soll den Rangierraum minimieren und auf relativ kleiner Fläche viele Ladetore bieten - für ein schnelles Cross-Docking zwischen den Bereichen Langstrecke und Letzte Meile. (Foto: Trans-o-Flex)
Die Y-Form der Anlage soll den Rangierraum minimieren und auf relativ kleiner Fläche viele Ladetore bieten - für ein schnelles Cross-Docking zwischen den Bereichen Langstrecke und Letzte Meile. (Foto: Trans-o-Flex)
Anna Barbara Brüggmann

Das auf Expresstransporte und Logistiklösungen für die Branchen Healthcare, Kosmetik und Unterhaltungselektronik sowie auf andere sensible Güter spezialisierte Unternehmen Trans-o-Flex hat das Standort-Netzwerk mit einer neuen Niederlassung in Sachsen erweitert.

Das 30.000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich in Wildenfels und soll bei einer kompakten Hallenfläche von 5.000 Quadratmetern – die Anlage ist in Y-Form gebaut – zugleich eine hohe Zahl an Ladetoren bieten.

Insgesamt kann an 99 Toren be- und entladen werden. Die spezielle Bau-Form soll zum einen die notwendige Verkehrsfläche verringern, zum anderen ein schnelles Cross-Docking zwischen Langstrecken- und Zustellfahrzeugen ermöglichen.

Dem Nachhaltigkeitsaspekt dienen soll nach Angaben von CEO Wolfgang P. Albeck eine starke Wärmedämmung zur Senkung der Betriebskosten und der Klimabelastung.

„Die Temperierung der Anlage, die zur Sicherheit der von uns transportierten sensiblen Güter notwendig ist, erfolgt über eine ökologisch wie ökonomisch günstige Kombination aus freier Kühlung über Zuluftgitter und Abluftventilatoren sowie einer Klimaanlage“, so Albeck.

Zudem wird sämtliches Regenwasser von einem unter der Hoffläche verlegten Leitungssystem aufgefangen. Die Rohre verfügen über Klappen, durch die das Wasser kontrolliert abgegeben wird. Dies soll Albeck zufolge eine natürliche Versickerung ermöglichen, das örtliche Kanalnetz und die Kläranlage entlasten sowie dem Absinken des Grundwasserspiegels entgegenwirken. Zudem spare man so auch in Hinblick auf Niederschlagswassergebühren.

Das System soll sowohl bei Starkregen als auch in Trockenperioden ausgleichend wirken. Um zu verhindern, dass Reifenabrieb oder Öle ins Grundwasser gelangen, filtert ein Lamellenabscheider solche Stoffe aus dem Oberflächenwasser heraus, bevor es kontrolliert in die Umgebung geleitet wird.

Die Anlage wurde außerdem mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge von Mitarbeitern und Zustellfahrzeuge ausgestattet. „Die neue Generation unserer Zustellfahrzeuge braucht für die Temperierung der Laderäume auf 2 bis 8 Grad beziehungsweise 15 bis 25 Grad keinen Diesel mehr, sondern wird komplett elektrisch gekühlt“, sagte Albeck. Die Dienstwagenflotte werde sukzessive auf Fahrzeuge mit Elektromotor umgestellt.

Das Unternehmen erhofft sich laut eigener Aussage die Netzwerkeffizienz durch die neue Anlage zu steigern – unter anderem durch das Zusammenlegen zweier bisher getrennter Standorte: Laut Albeck ist die neue Niederlassung zum einen Umschlagzentrum für das Kühlnetzwerk ThermoMed mit Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad Celsius, zum anderen für den Bereich Express mit untemperierten und aktiv temperierten Transporten im Ambient-Bereich von 15 bis 25 Grad Celsius.

Aktuell sind bis zu 150 Mitarbeiter für den Standort tätig arbeiten, der Personalumfang soll aber weiter ausgebaut werden, um der steigenden Nachfrage entsprechen zu können.

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