Trans-o-flex: B2C-Transporte im Pharma-Bereich

Expressdienstleister Trans-o-flex bietet ab sofort den aktiv temperaturgeführten Versand von Arzneimitteln im Endkundenbereich an. Grund: der pandemiebedingte Anstieg des Versandhandels von Pharma-Produkten.

Aktiv temperierte Lkw sollen zur Einhaltung des vorgegebenen Temperaturbereichs über die gesamte Transportkette mit beitragen. Der Umschlag der Sendungen soll ebenfalls in den Temperaturbereichen 2 bis 8 oder 15 bis 25 Grad Celsius erfolgen. (Foto: Trans-o-flex)
Aktiv temperierte Lkw sollen zur Einhaltung des vorgegebenen Temperaturbereichs über die gesamte Transportkette mit beitragen. Der Umschlag der Sendungen soll ebenfalls in den Temperaturbereichen 2 bis 8 oder 15 bis 25 Grad Celsius erfolgen. (Foto: Trans-o-flex)
Anna Barbara Brüggmann

Mit einer Transportalternative für die Privatzustellung von Pharmaprodukten hat Trans-o-flex das Portfolio erweitert: Der Service B2C Pharma wurde für den aktiv temperaturgeführten Versand von Arzneimitteln an Endkunden entwickelt.

„Der Versandhandel von Arzneimitteln hat sich in der Corona-Pandemie deutlich verstärkt und dieser Trend scheint unumkehrbar“, so Wolfgang P. Albeck, Vorsitzender der Geschäftsführung von Trans-o-flex, und ergänzt: „Deshalb war es an der Zeit, auch im Raumtemperaturbereich, in dem die Masse der Arzneimittel transportiert wird, eine sichere Transportalternative für Privatzustellungen anzubieten.“

Im Hinblick auf die Wirksamkeit der Arzneimittel sei ein untemperierter oder nur passiv gekühlter Versand Albeck zufolge beispielsweise vielen Versandapotheken zu unsicher. Der neue Service wird Unternehmensangaben zufolge bundesweit innerhalb von 24 Stunden angeboten. Zum Angebot gehört unter anderem ein Temperaturlebenslauf, bei dem sich auch der Empfänger die Temperatur seiner Sendung während des gesamten Transports anzeigen lassen kann.

Kunden können nun auch bei Privatzustellungen die aktive Temperaturführung hinzuwählen können. Das Unternehmen sähe sich Albeck zufolge in der Pflicht, das Netz auch für 2C-Sendungen im Raumtemperaturbereich zu öffnen, um mit der aktiven Temperaturführung sicherzustellen, dass die Arzneimittelwirksamkeit nicht durch zu hohe oder niedrige Temperaturen auf dem Transportweg gefährdet würden.

Das Unternehmen hatte 2020 gemäß eigener Aussage rund 153.000 systematische Messungen der Temperatur im Laderaum untemperierter Lkw vorgenommen. Fazit dabei: In Deutschland gebe es praktisch keine Tage gibt, an denen nicht ein erhebliches Risiko bestünde, den Temperaturbereich 15 bis 25 Grad Celsius, in dem die meisten Medikamente ohne Beeinträchtigung ihrer Wirksamkeit transportiert werden könnten, zu unter- oder überschreiten.

Gemäß dieser Messungen folge die Temperatur im Laderaum eines untemperierten Fahrzeugs dem Anstieg der Außentemperaturen im Tagesverlauf ohne nennenswerte zeitliche Verzögerung, der Laderaum heize sich aber nicht langsam und parallel zum Anstieg der Außentemperatur auf, sondern die Innenraumtemperatur steige teilweise exponentiell zur Außentemperatur an.

Bereits bei einer Außentemperatur von 16 Grad seien bei zehn Prozent aller Messungen im Laderaum Temperaturen von mehr als 25 Grad festgestellt worden, so der Expressdienstleister. Bei 23 Grad Außentemperatur seien auf den Ladeflächen Temperaturen von über 50 Grad gemessen worden. Zudem sei die Arzneimittelsicherheit durch erhebliche Temperaturschwankungen gefährdet, so zum Beispiel bei Transporten übers Wochenende oder bei nächtlichen Transporten mit Minustemperaturen.

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