Toyota und Yamato arbeiten an Tausch-Akkusystem für Logistik

Kurierdienst und Autohersteller entwickeln ein standardisiertes System, um kürzere Standzeiten kommerzieller Elektrofahrzeuge zu erreichen. Ziel ist auch die Minimierung von Stromspitzenzeiten und die Optimierung der benötigten Ladeinfrastruktur.

Schneller bei Kräften: Ein Tauschakkusystem soll gewerblich eingesetzten Nutzfahrzeugen schnellere Umläufe und nahtlose Abläufe ermöglichen. | Foto: Toyota
Schneller bei Kräften: Ein Tauschakkusystem soll gewerblich eingesetzten Nutzfahrzeugen schnellere Umläufe und nahtlose Abläufe ermöglichen. | Foto: Toyota
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der japanische Kurierdienst Yamato Transport und die von Toyota initiierten Commercial Japan Partnership Technologies Corporation (CJPT) arbeiten gemeinsam an der Standardisierung von austausch- und wiederaufladbaren Batteriekassetten für kommerziell genutzte Elektrofahrzeuge. Die Einführung batterieelektrischer Nutzfahrzeuge bringt verschiedene Herausforderungen mit sich. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Stillstandzeiten der Fahrzeuge durch die lange Ladedauer gegenüber herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Zum Problem könnte sich außerdem der erhöhte Strombedarf zu Spitzenzeiten entwickeln, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Der Einsatz von austausch- und tragbaren Batterien würde viele Vorteile mit sich bringen, so die Argumentation. Die Anschaffungskosten batteriebetriebener Fahrzeuge können sich reduzieren, da ein und dieselbe Batterie je nach Bedarf in unterschiedlichen Fahrzeugen eingesetzt werden kann. Zudem werde der Aufwand für die Installation der Ladeinfrastruktur und Stillstandzeiten in der Logistik minimiert. Durch den Austausch der Batterien wird die Ladezeit des Fahrzeugs verkürzt. Darüber hinaus fällt ein gleichmäßiger Strombedarf an, denn die Ersatzbatterien können während des Betriebs der Fahrzeuge aufgeladen werden, wodurch der Stromspitzenzeiten reduziert werden.

Initiative für grüne Lieferlogistik

CJPT, eine im April unter Fedreführung von Toyota gegründete Initiative, zu der auch Isuzu, Hino, Daihatsu und Suzuki gehören, will künftig die Entwicklung elektrischer Nutzfahrzeuge mit austauschbaren Batterien vorantreiben. Durch die Standardisierung der Batteriekassetten und Ladesysteme sollen Kosten gesenkt und die breite Nutzung der Technologie gefördert werden. Das Logistikunternehmen Yamato Transport arbeitet an einem grünen Ökosystem für den Lieferverkehr, das auch seine Transport- und Zustellpartner mit einbezieht. Gemeinsam mit den örtlichen Kommunen soll ein System zur Stromnutzung entwickelt werden, das die Nutzung von austauschbaren Batteriekassetten mit einschließt. Dabei untersucht das Unternehmen unter anderem Möglichkeiten, wie die neuen Batteriekassetten beispielsweise die Stromversorgung in Katastrophengebieten sicherstellen könnten. Beide Unternehmen seien offen für die Zusammenarbeit mit neuen Partnern, heißt es. Dadurch könnten Standardisierung und Kommerzialisierung der Batteriekassetten vorangetrieben werden, um einen weiteren Beitrag auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Gesellschaft zu leisten, ist man überzeugt.

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