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Toyota entwickelt Brennstoffzellen-Lkw weiter

Toyota und Kenworth präsentieren die nächste Fahrzeuggeneration eines Brennstoffzellen-Lkw mit einer Reichweite von mehr als 480 Kilometern. Die Erprobung im Güterumschlag kalifornischer Häfen soll Ende 2019 starten.

Testet in Kalifornien den Brennstoffzellen-Lkw von Toyota: der amerikanische Paketdienst UPS. (Foto: Toyota)
Testet in Kalifornien den Brennstoffzellen-Lkw von Toyota: der amerikanische Paketdienst UPS. (Foto: Toyota)
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Christine Harttmann

Gemeinsam mit dem US-Truck-Spezialisten Kenworth hat der japanische Automobilhersteller Toyota die nächste Generation seines Brennstoffzellen-Lkw entwickelt. In seiner Neuauflage fährt der Truck mit einer Tankfüllung mehr als 300 Meilen (482 Kilometern) weit. Das sei mehr als doppelt so viel Reichweite, sonst in der Klasse üblich, teilt Toyota mit. Auch Ladekapazität, Packaging und Performance will der Hersteller nochmals verbessert haben.

Im Rahmen des sogenannten „Project Portal“ testet Toyota bereits seit April 2017 einen wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenantrieb speziell für schwere Lkw. Damit will das Unternehmen einen nahezu lautlosen und schadstofffreien Güterverkehr ermöglichen. Die erste Brennstoffzellen-Truck-Generation „Alpha“- und dann weiterentwickelte „Beta“-Truck haben bereits im Rahmen des Güterumschlags in und um die kalifornischen Häfen von Long Beach und Los Angeles mehr als 22.500 Testkilometer abgespult. Nun soll im vierten Quartal 2019 nehmen die ersten neuen Fuel Cell Electric Trucks (FCET) von Toyota und Kenworth ihre Arbeit in den Häfen aufnehmen.

Der Brennstoffzellen-Lkw kombiniert den Kenworth T680 Class 8 Truck mit der alternativen Antriebstechnik von Toyota, die unter anderem in der Limousine Mirai zum Einsatz kommt – Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in elektrische Energie um, die wiederum den leistungsstarken Elektromotor antreibt. Als Emission entsteht dabei nur Wasserdampf.

Der FCET ist Teil des „Zero and Near-Zero Emissions Freight Facilities“-Projekts, mit dem die Treibhausgas-Emissionen und Umweltauswirkungen reduziert, die Wirtschaft gestärkt und die öffentliche Gesundheit verbessert werden soll. Das California Air Resources Board unterstützt die Initiative daher mit 41 Millionen US-Dollar (36,41 Millionen Euro).

Pünktlich zum neuen Brennstoffzellen-Lkw, der unter anderem im Frachtverkehr von Toyota Logistics Services und vom Paketzusteller UPS genutzt wird, ist ein Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur geplant. Am hauseigenen Toyota Logistikzentrum entstehen drei weitere Wasserstoff-Tankstellen, Shell baut darüber hinaus zwei neue Stationen in Wilmington und Ontario (Kalifornien). Bereits 2018 hatte Toyota den Bau des weltweit ersten Brennstoffzellen-Kraftwerks zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich angekündigt: Die „Tri-Gen“ genannte Anlage im Hafen von Long Beach soll nicht nur Elektrizität produzieren, sondern auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-Abfällen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen mit kleinen Lasttraktoren und Gabelstaplern mit alternativer Antriebstechnik an einem emissionsfreien Werksverkehr.

Mit all diesen Vorhaben gehe Toyota bei seiner Environmental Challenge 2050 voran, so die Mitteilung. Das Unternehmen will damit seine CO2-Emissionen deutlich reduzieren – sowohl was die Fahrzeugmodelle betrifft, als auch im gesamten Geschäftsbetrieb. Umweltfreundlichere Produktionsstätten und alternativem Antrieb spielen hierbei eine wichtige Rolle.

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