The Tire Cologne 2022: Goodyear mit neuem Look and Feel

Neuer Auftritt und das Fachhandelskonzept Premio: Damit will der Reifenhersteller auch optisch zeigen, dass er die Megatrends Elektromobilität, Digitalisierung und Klimaschutz vorantreibt.

 

Frisch und mir Co-Ausstellern samt E-Auto-Arbeitsplatz: Der GRS-Auftritt. | Foto: G. Soller
Frisch und mir Co-Ausstellern samt E-Auto-Arbeitsplatz: Der GRS-Auftritt. | Foto: G. Soller
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Goodyear-Dunlop samt Tochtermarken traten auf der „Tire“ nur als Systemgeber auf – im Fokus: Facherkstatt und Reifenhandel, über GRS abgedeckt. Die erste Live-Messe seit Jahren nutzte das Unternehmen, um persönliche Kontakte aufleben zu lassen: Premio Reifen + Autoservice, HMI, Quick Reifendiscount, 4Fleet Group, TYSYS und die Einkaufsgesellschaft FRI (Freie Reifen-Einkaufsinitiative) standen alle als Konzepte mit den jeweiligen Ansprechpartnern für lebendigen Austausch und Fachgespräche mit Messebesuchern bereit.

Daher freute sich Goran Zubanovic, Geschäftsführer der Goodyear Retail Systems, zusammen mit dem ganzen Team sehr darauf, den Menschen aus der Branche endlich wieder live zu begegnen:

„Wir setzen bei den Goodyear Retail Systems seit Anbeginn besonders auf den persönlichen Austausch mit unseren Partnern. Dieser fehlte uns die letzten beiden Jahre sehr. Daher möchten wir mit unserem Auftritt auf der „The Tire Cologne“ in Köln wieder in engen Kontakt mit unseren Unternehmern und all den anderen Marktteilnehmern treten. Den inhaltlichen Rahmen dafür bilden die Präsentation unserer digitalisierten Prozesse für die Betriebe inklusive E-Commerce sowie der Prototyp eines E-Arbeitsplatzes. Außerdem werden wir den Relaunch unserer Marke Premio präsentieren, die ab jetzt in ganz Europa ein neues Gesicht bekommen wird.“

Premio Reifen + Autoservice mit neuem CI-Konzept: Start in Bergkamen

Premio Reifen + Autoservice Reifenbörse Arnold Bergkamen ist der bislang erste in Deutschland umgestaltete Betrieb neben weiteren Piloten in der Schweiz, Belgien und den Niederlanden, für die das Retail-Kompetenzcenter GRS seit letztem Jahr ebenfalls mitverantwortlich ist. Das neue Logo signalisiert Kunden nicht nur, dass es sich bei Premio um Betriebe handelt, die sich die Klimaneutralität zur Aufgabe gemacht haben, sondern auch um Werkstätten, die „e-ready“ sind und in denen bereits viele Prozesse digitalisiert ablaufen.

„E-ready“: Service für Elektrofahrzeuge mit bekannten Partnern

Zusammen mit den Mitausstellern Würth, Liqui Moly und Hella Gutmann präsentiert der Systemgeber einen voll eingerichteten Elektromobil-Arbeitsplatz mit Abschrankung und Vorgaben für den Sicherheitsbereich, isolierten Werkzeugen, Lademöglichkeiten für die Werkstatt, neuen Diagnosesystemen und besonderen Schmierstoffen sowie Kühlmitteln und Kühlmanagementsystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Bastian Wolter, Key-Account Manager Automotive bei Würth erklärte:

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner Goodyear Retail Systems auf der „The Tire Cologne“ die Zukunftsthemen für die Reifenbranche zu präsentieren und die enormen Mehrwerte aufzuzeigen, die wir bieten können.“

Im Rahmen der Kooperation präsentiert Würth innovative Lösungen für einen optimalen E-Arbeitsplatz und zeigt mit den Partnern der GRS auf, wie im Zuge der Elektromobilität weiterhin gute und ertragsreiche Services angeboten werden können.

Mit rund 4.000 Artikeln bietet Liqui Moli ein riesiges Sortiment an Automotiv-Chemie: Motoröle und Additive, Fette und Pasten, Sprays und Autopflege, Klebe- und Dichtstoffe. Auf der „The Tire Cologne“ setzt das 1957 in Ulm gegründete Unternehmen zwei Schwerpunkte: Produkte, die Werkstätten für Fahrzeuge aller Antriebsarten verwenden können, dazu gehören vor allem die Service- und Pflegeprodukte. Daneben werden Entwicklungen vorgestellt, die für die Zukunft der Mobilität stehen: das Brennstoffzellenkühlmittel FCF 20 und das Getriebeöl Top Tec Gear EV 510. An der Bezeichnung EV (Electric Vehicle) erkennt der Kunde, dass dieses Liqui Moly-Produkt ausschließlich für Elektrofahrzeuge entwickelt wurde.

Hella Gutmann präsentiert das Multimarken-Diagnosegerät mega macs X auf dem GRS-Messestand. Dieses wurde speziell für die Vielfalt der Antriebsarten und die neuen Kommunikationsstandards der jüngsten Fahrzeug-Generationen entwickelt. Mit ihm lassen sich selbst neueste, reinrassige Ethernet-Fahrzeuge wie der Mercedes EQS, die S- und C-Klasse und sogar die Tesla Modelle S und X diagnostizieren. In kabelloser Kopplung mit dem optionalen Messtechnikmodul MT-HV können auch alle notwendigen Messungen im Hochvoltbereich bis 1.000 Volt durchgeführt werden, die im Zusammenhang mit E- und Hybrid-Fahrzeugen benötigt werden wie etwa Isolationswiderstandsmessungen, Potentialausgleichsmessungen und Widerstandsmessungen beispielsweise am HV-Service-Stecker. Bei den Messungen wird der Techniker mit fahrzeugspezifischen Informationen wie Vorgehensweise, Messpunkten und entsprechenden Sollwerten unterstützt. Alle Messungen und Interaktionen werden im Menüpunkt Messtechnik des mega macs X dargestellt und lassen sich dokumentieren.

Ausgereifte Digitalisierungsprozesse dank tiresoft 3

Abgerundet wird der Messestandbesuch mit der detaillierten Vorstellung der ausgebauten Digitalisierungsprozesse rund um die Warenwirtschaft tiresoft 3. Neben der GRS-eigenen E-Shop-Lösung, der neuen, integrierten Anbindung des Archivierungstools, dem Unterschriftenpad und der Zeiterfassung stehen der überarbeitete Fahrzeugscheinscanner, der digitale Profiltiefenmesser sowie weitere mobile Applikationen wie unter anderem der Barcode-Scanner hier im Fokus.

Was bedeutet das?

Luftiger und digitaler präsentierte sich GRS zusammen mit seinen Mitausstellern – wo es viel im Detail zu entdecken gab, was gar nicht nicht zwangsweise immer mit Reifen zu tun haben musste. Schade nur, dass Dunlop und Goodyear als Reifenmarken selbst nicht präsent waren.

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