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Thermo King: Weniger Emissionen durch elektrische Kühlmaschine

Die Flotte des schwedischen Unternehmens MatHem.se hat mit den Elektro-Kühlmaschinen E 200 von Thermo King mehr Laderaum im Frische- und Gefrierbereich zur Verfügung. Die Fahrzeuge laufen leiser und der Fahrer kann bei Lieferstopps den Motor ausschalten.

Mehr Nutzlast, weniger Emissionen: Die E-Kühlmaschine von Thermo King verbessert die Umweltbilanz der Belieferung bei MatHem und ermöglicht auch Nachtanlieferungen. | Foto: Thermo King
Mehr Nutzlast, weniger Emissionen: Die E-Kühlmaschine von Thermo King verbessert die Umweltbilanz der Belieferung bei MatHem und ermöglicht auch Nachtanlieferungen. | Foto: Thermo King
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Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der schwedische Heimlieferservice MatHem.se hat seine Flotte mit 30 Transportern vom Typ Mercedes-Benz Sprinter erneuert, die mit der vollelektrischen E-200 Mehrfachtemperaturkältemaschine von Thermo King ausgestattet sind. Der Lieferservice war auf der Suche nach einer Transportkältelösung mit zwei Kühlzonen im Fahrzeug – eine für den Gefrier- und eine für den Frischebereich. Dabei sollten die schweren Tiefkühler ersetzt werden, die das Unternehmen bislang für den Transport von Gefrierwaren nutzte.

Gesucht war zudem eine umweltfreundliches System, mit der die Kältemaschine auch während Lieferstopps, der Mittagspause des Fahrers oder bei längerem Abstellen des Fahrzeugs weiterbetrieben werden konnte. Diese Anforderungen erfülle die Thermo King E-200 mit zusätzlichem Akku.

Dank der Mehrfachtemperaturkonfiguration der Maschinen habe man gegenüber den alten Fahrzeugen rund 80 kg Gewicht eingespart, mit entsprechend niedrigerem Kraftstoffverbrauch und mehr Ladekapazität im Fahrzeug. Die Haltekapazität werde von einem zusätzlichen Akku bereitgestellt, der unabhängig vom Fahrzeug betrieben wird und die Maschine während Lieferstopps und Pausen mit Strom versorgen kann, skizziert der Hersteller weiter.

Anders als Direktantriebslösungen für Dieselmotoren liefere die E-Maschine unabhängig von den Motoren der Fahrzeuge eine konstante Kapazität. Dadurch könne das Aggregat sowohl mit elektrisch als auch konventionell angetriebenen Fahrzeugen eingesetzt werden.

Leise und kompatibel mit Start-Stopp-Systemen

Die elektrische Kühlmaschine verfügt über keinen Hauptkompressor oder Antriebskit und ist eine sogenannte Plug-and-Play-Lösung. Das patentierte Energiemanagement soll zu einem niedrigeren Energieverbrauch, höherer Fahrzeugautonomie und höherer Zuverlässigkeit beitragen. Die Maschine ist zudem mit etwaigen Start-/Stopp-Funktionen des Fahrzeugs kompatibel, die insbesondere im Stadtbetrieb für weitere Spritersparnis sorgen können.

Als vollständig elektrische Lösung sind die Fahrzeuge mit PIEK-Standards sowie UVARs (Urban Vehicle Access Regulations, Zugangsbeschränkungen) für Geräuschpegel in Stadtgebieten konform, sodass das Befahren von Niedrigemissionszonen oder Nachtlieferungen ermöglicht werden.

„Wir haben neben mehr Laderaum auch die Haltekapazität, dank der die Lebensmittel jederzeit auf der Lieferroute geschützt bleiben, wodurch das Risiko verdorbener Lebensmittel minimiert wird. Diese Funktion verbessert auch die Nachhaltigkeit, weil der Fahrer bei Lieferstopps den Motor ausschalten und damit den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen senken kann“, zeigt sich Frederik Engelfeldt, Vertriebsleiter bei MatHem.se. überzeugt von der Lösung, auch wenn hier noch ein konventionell angetriebenes Basisfahrzeug zum Einsatz kommt.

Die Entwicklung der E-200 und die Zusammenarbeit mit MatHem.se erfolge im Rahmen des Klimaschutzversprechens für 2030 der Thermo-King-Muttergesellschaft Ingersoll Rand. Diese will die Umweltbelastung der Kunden durch die Produkte für Heizung, Lüftung und Klimatechnik (HLK) und Transportkälte um eine Gigatonne CO2e reduzieren. Das entspreche der Gesamtmenge der jährlichen Emissionen von Italien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, wirbt der Thermo-Spezialist.

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