Thermo King: 52 neue Transporter von Tesco mit Elektro-Kühlung

Tesco hat seine Flotte ausgebaut und 52 neue Mercedes Sprinter mit elektrischer E-200-Maschine von Thermo King erworben.

Leise und effizient: Bei Tesco versehen jetzt 52 Sprinter mit Kühlkoffer und elektrischer Kühlung die Lieferarbeit. | Foto: Thermo King
Leise und effizient: Bei Tesco versehen jetzt 52 Sprinter mit Kühlkoffer und elektrischer Kühlung die Lieferarbeit. | Foto: Thermo King
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Das Britische Einzelhandelsunternehmen Tesco hat seine Lieferflotte für Großbritannien um 52 neue Lieferwagen vom Typ Mercedes-Benz Sprinter mit der inverterbetriebenen, rein elektrischen Kältemaschinen von Thermo King aufgestockt. Um die verschiedenen Heimliefer-, ländlichen sowie Click-and-Collect-Services durchführen zu können, benötigte der Lebensmittler eine komplette Transportkühlungslösung, die während mehrerer Fahrten am Tag von den Warenlagern bis zum Kunden eine ununterbrochene Kühlkette sicherstellen konnte.

Über die Technologie der E-200 habe man bereits sehr positive Rückmeldungen von den Kunden erhalten, wirbt Steve Williams, Gebietskundendienstleiter bei Thermo King.

"Diese profitieren von einem effizienten Temperaturmanagment, einem emissionsfreien und geräuscharmen Betrieb und können Lebensmittel und Produkte mit maximalem Komfort für Menschen in städtischen Gebieten transportieren“, so Williams weiter.

Die Besonderheit des neuen Systems liege in ihrer Autonomie, wirbt der Anbieter. Sie erfordere zum Betrieb kein Antriebskit, keinen Hauptkompressor oder eine Fahrzeugmodifikation. Enthalten ist ein patentiertes Energiemanagement, das zudem zu einem niedrigeren Energieverbrauch, einer erhöhten Fahrzeugreichweite und höherer Effizienz und Zuverlässigkeit führen soll. Die Lösung hänge also nicht wie bisher von dem Betrieb des Dieselmotors ab und soll mit eigens eingebauten Batterien eine stabile Kühlung ermöglichen, auch wenn der Motor des Transporters ausgeschaltet ist.

Präzisere Kältesteuerung, weniger Verbrauch

Durch eine Variierung der an die Kältemaschine strömenden Elektrizität kann der Inverter bei Bedarf mehr Energie bereitstellen, was zu einer schnelleren Temperaturabkühlung bei der Vorkühlung beiträgt, präzisiert der Anbieter. Durch die Kontrolle der Stromversorgung stelle der Inverter eine präzise Kontrolle der Motordrehzahl und die exakt benötigte Kühl- oder Heizleistung zur Kontrolle der Temperatur bereit, schildert der Hersteller weiter.

Aufgrund des elektrischen Betriebs seien die Fahrzeuge mit PIEK-Standards sowie UVARs (Urban Vehicle Access Regulations, Zugangsbeschränkungen) für Geräuschpegel in Stadtgebieten konform, was das Befahren von Niedrigemissionszonen oder einen leisen Betrieb für Nachtlieferungen ermögliche.

Der Anstoß für die Produktentwicklung der E-200 erfolgte im Rahmen des Klimaschutzversprechens der Thermo King-Mutter Trane Technologies für 2030. Danach soll die Umweltbelastung der Kunden durch die Produkte für Heizung, Lüftung und Klimatechnik (HLK) und Transportkälte um eine Gigatonne CO2e reduziert werden soll. Das entspreche der Gesamtmenge der jährlichen Emissionen von Italien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. jr/Valentin Hein

LOGISTRA-Kommentar:

In Sachen Klimaschutz sind auch die vielen kleinen Details wichtig. Ob man nun tatsächlich mehr CO2 einspart hängt natürlich auch von der Art der Stromgewinnung ab, denn wenn der Strom für das neue Kühlsystem weiterhin mit fossilen Brennstoffen gewonnen wird bleibt die Bilanz am Ende womöglich gleich. Trotzdem ist es weiter gut und wichtig in innovative neues Systeme zu investieren.

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