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Tag des kombinierten Verkehrs beim BGL

Die verschiedenen Verkehrsträger zusammenbringen, das will der in Frankfurt ansässige Lobbyverband und beteiligt sich mit BD Netz AG und Allianz Pro Schiene an einer Initiative, die jetzt die Online-Plattform railway.tools vorgestellt hat.

„Die Verkehrsträger müssen zusammenarbeiten", sagt Allianz Pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. (Foto: C. Harttmann)
„Die Verkehrsträger müssen zusammenarbeiten", sagt Allianz Pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. (Foto: C. Harttmann)
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Christine Harttmann

Mit Hilfe der Online-Plattform railway.tools wollen der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik (BGL), Allianz pro Schiene und die DB Netz AG speziell kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zum Kombinierten Verkehr vereinfachen. Vor knapp einem Jahr stellten die Verbände ihr Projekt in der Bundespressekonferenz zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Jetzt lud der BGL zum Tag des kombinierten Verkehrs nach Frankfurt, mit dem Ziel die verschiedenen Operateure innerhalb der Logistikkette zusammenzubringen. Es gehe um eine bessere Zusammenarbeit und darum „aktiv gemeinsame Projekte zu stemmen“, beschrieb Prof. Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des BGL, in seiner Begrüßungsrede.

Als Gesprächsgrundlage präsentierte der Verband die frisch programmierte Website railway.tools, die bereits Online gestellt ist und auf der sich die Nutzer auch schon anmelden können. Von den Lobbyverbänden, Anbietern im kombinierten Verkehr und Transportunternehmen wollte Engelhardt nun über Schwachpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten der Plattform diskutieren.

Das Tool dient der Verknüpfung der Schiene mit anderen Verkehrsträgern und richtet an Transportlogistiker und Spediteure. Ihnen soll sie es erleichtern, Transporte im kombinierten Verkehr zu planen und durchzuführen. Auf einer interaktiven Karte können die Nutzer dafür Europaweit nach Möglichkeiten für den Vor-, Haupt- und Zulauf suchen. Sie sehen, welche Schienenoperateure die Verbindungen anbieten und gelangen über einen Link direkt auf deren Seite.

900 einzelne Verbindungen seien bereits erfasst, berichtete Marion Brückmann, die als Leiterin Marketing und Vertrieb der DB Netz, die Online-Plattform vorstellte. Fast alle europäischen Terminals im kombinierten Verkehr, 770 insgesamt, seien hinterlegt. Selbst Speditionen für die First- und Last-Mile-Transporte finde man auf der Website, die vor allem vom Input ihrer Nutzer lebt. Je mehr Informationen die rückmelden würden, desto mehr können Informationen könnten eingepflegt werden, erklärt Brückmann. Und von diesen Nutzern würde sich Brückmann auch noch ein paar mehr wünschen. Aktuell sind 250 Zugänge vergeben. Kostenlos anmelden kann sich jedes Unternehmen, das den kombinierten Verkehr nutzen will. 60- bis 80-mal am Tag greift jemand auf die Seite zu, um darauf nach Informationen zu suchen.

Und obwohl das Projekt noch in den Anfängen steckt und die Informationen auf der Seite an manchen Stellen ruhig noch mehr Tiefe vertragen würden – aus dem Auditorium erfuhr es viel positiven Zuspruch. Alleine dass der BGL diese Verkehrsträgerübergreifende Initiative gestartet hatte, war für fast alle Anwesenden Grund für Lob. Aus viele der Wortmeldungen war klar herauszuhören: sie wünschen sich mehr Kooperation. Die meisten waren sich in dem einig, was der Allianz Pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege aussprach: „Die Verkehrsträger müssen zusammenarbeiten. Denn einer alleine kann die Zukunft nicht gestalten.“ Für ihn ist der kombinierte Verkehr die Königsdisziplin der Logistik und railway.tool ein Brückenbauer zwischen der Welt der Straße auf der einen und der Welt der Schiene auf der anderen Seite.

Dass es dennoch Kritik gibt, bekam Steffen Bilger (CDU), Staatsekretär im Bundesverkehrsministerium, zu spüren. Der war in Vertretung für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angereist, der als Schirmherr zumindest symbolisch seine Hand über das Tool hält. Immer wieder musste Bilger auf Fragen nach politischer Unterstützung antworten, konnte aber kaum Konkretes antworten. Auch die allgemein schlechte Qualität und Unzuverlässigkeit des Schienenverkehrs wegen europaweit schlecht koordinierter Baustellen und anderen Schwachstellen in der Infrastruktur wurde bemängelt.

Rundum erfolgreich war der Tag für die Initiatoren von railway.tool. Sie gehen mit neuen Anregungen und Ideen nachhause und haben – das vor allem ist für sie wichtig – neue Unterstützer für ihr Projekt gefunden.

 

 

 

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