Studie: Vorsicht bei Internet-Frachtbörsen

Jeder zweite Transportunternehmer war schon Opfer von Ladungsdieben. Bei der Hälfte der Taten handelt es sich um Betrug oder Unterschlagung, die zu 70 Prozent in direktem Zusammenhang zu der Nutzung von Internet-Frachtenbörsen stehen.
Nadine Bradl

Das ergab eine Umfrage des Instituts für Logistikrecht & Riskmanagement (ILRM) der Hochschule Bremerhaven anlässlich der Masterarbeit „Ladungsbetrug und Unterschlagung beim Verkehrsträger Straße in Deutschland“ von Stefan Siuda. Daraus geht auch hervor, dass Frachtdiebstähle oft über die Grenzen Deutschlands hinaus organisiert sind.

Mindestens 45 Prozent der rund 160 untersuchten Betrugsfälle ereigneten sich laut Siuda im Ausland. Der Studie zufolge ist Italien mit 23 Fällen Spitzenreiter in Sachen Ladungsbetrug.

Abnehmer finden Diebe offensichtlich für die unterschiedlichsten Güter. Sie entwenden „Klassiker“ wie EDV-Geräte oder Spirituosen, aber auch Steine oder Dünger. Grundsätzlich stehlen sie Güter, die leicht wieder absetzbar sind, zum Beispiel Fahrzeugteile oder Lebensmittel. Die mittlere Schadenshöhe lag in der Umfrage bei knapp 51.000 Euro.

Um potenziellen Betrügern auf die Spur zu kommen, sei es besonders wichtig, die Angaben neuer Auftraggeber umfassend zu prüfen. Basierend auf den Erkenntnissen der Studie hat der Versicherer Kravag das Informationsblatt „Unterschlagung von Lkw-Ladungen verhindern“ herausgebracht.

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