Studie: Unfälle durch intelligente Autobahnen verhindern

Intelligente Autobahnen, auch Smart Roads genannt, könnten Kollisionen in Zukunft um bis zu 99 Prozent verhindern. Lesen Sie, was nötig wäre, um solche intelligenten Autobahnen Wirklichkeit werden zu lassen.

Die intelligenten Autobahnen der Zukunft sind auch Autobahnen für Daten und Sensoren. (Foto: Pixabay)
Die intelligenten Autobahnen der Zukunft sind auch Autobahnen für Daten und Sensoren. (Foto: Pixabay)
Daniela Sawary-Kohnen
(erschienen bei VISION mobility von Claus Bünnagel)

Laut der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich rund 1,35 Mio. Menschen aufgrund von Verkehrsunfällen, ein Teil davon auf Autobahnen. Intelligente Autobahnen, auch bekannt als Smart Roads, könnten das in Zukunft erheblich senken – womöglich um bis zu 99 Prozent.

Auch der Verkehrsfluss könnte sich signifikant verbessern. Das hat eine Studie der Loughborough University in Großbritannien ergeben, die eine Kollisionskartierung und Risikomodellierung auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt hat, die mit einer nie dagewesenen Genauigkeit Unfallschwerpunkte identifiziert.

Was nötig wäre, um solche intelligenten Autobahnen Wirklichkeit werden zu lassen, fasst die Studie in fünf Punkten zusammen:

  • Verkehrsmanagement- und Kontrollsysteme: Diese umfassen eine Echtzeitverkehrsüberwachung, um Staus zu verwalten und Verkehrssignale optimal zu koordinieren
  • Wetterinformationsysteme: In den Straßen eingebaute Sensoren, die Echtzeitwetterdaten liefern, warnen Fahrer vor ungünstigen Wetterbedingungen, die die Fahrsicherheit beeinflussen könnten
  • Verkehrsinformation (VMS): VMS sind elektronische Verkehrsschilder, die Informationen über den Verkehrsverlauf, Baustellen, Unfälle oder Änderungen beim Tempolimit anzeigen. Dies steigert die Aufmerksamkeit der Fahrer und verringert das Unfallrisiko
  • Vorfallerfassungs- und -managementsysteme: Mit Echtzeitüberwachung können diese Systeme einen Verkehrsvorfall schnell erkennen und angemessene Maßnahmen ergreifen, die von der Benachrichtigung der Behörden bis zur Umleitung des Verkehrs reichen
  • Kommunikation Fahrzeug-zu-Infrastruktur (V2I) und Fahrzeug-zu-Fahrzeug (V2V): Mit Hilfe von drahtloser Technologie können Autos sowohl miteinander als auch mit der Infrastruktur der Straße kommunizieren und wichtige Daten über den Verkehrsfluss, den Straßenzustand oder mögliche Gefahren liefern

Was das bedeutet

Die Technologie der intelligenten Autobahnen kombiniert fortschrittliche Technologien wie Sensoren, Kommunikationssysteme und Datenanalyse, um den Transport effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Diese Technologien arbeiten gemeinsam daran, den Verkehrsfluss zu überwachen, Verkehrssignale zu optimieren und den Fahrern Echtzeitinformationen zu liefern, damit sie bessere Entscheidungen hinsichtlich ihrer Reiserouten treffen können. Die Verringerung der Gesamtzahl von Fahrzeugen auf der Straße ist ein wesentliches Ergebnis.

Das bedeutet auch eine kollektive Verantwortung für politische Entscheidungsträger, Ingenieure und Technologieanbieter, nicht nur sicherzustellen, dass die Technologie funktioniert, sondern auch Vertrauen in das System aufzubauen und die Endbenutzer umfassend zu informieren und zu schulen.

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