Studie: Lösungen für die lezte Meile

Schnell, pünktlich, umweltfreundlich und für sie kostenlos soll es sein: Das wünschen sich Verbraucher einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zufolge von der Paketzustellung.
Foto: Hermes
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Anna Maria Schmid

„Der wichtigste Einflussfaktor für Logistikdienstleister und Städte ist das Einkaufsverhalten der Endverbraucher“, sagt Dietmar Prümm, Leiter Transport&Logistik bei PwC in Deutschland. Für die Studie mit dem Titel „Aufbruch auf der letzten Meile – Neue Wege für die städtische Logistik“ haben die Autoren mehr als 1000 Konsumenten nach ihrem Einkaufsverhalten und ihrer Akzeptanz verschiedener Distributionskonzepte für die letzte Meile befragt. Das Ergebnis: Rund ein Drittel der Befragten ist mit der Paketzustellung unzufrieden. 20 Prozent bemängeln eine unpünktliche Lieferung. 18 Prozent gaben an, beschädigte Sendungen erhalten zu haben. Gleichzeitig wollten 91 Prozent der Befragten die Paketzustellung zum Nulltarif.

„Die Ambivalenz setzt die Logistikdienstleister unter Druck. Mit den Konsumentenanforderungen steigen die Logistikkosten, gleichzeitig fehlt die Wertschätzung für ihre Dienstleistung“, Prümm. In Zukunft werde nicht nur das Sendungsvolumen zunehmen, sondern auch die Komplexität der Belieferung so Prümm. Neue Produktgruppen wie gekühlte Lebensmittel stellten hohe Anforderungen an die Logistik: „Es wird noch enger und zeitkritischer auf der letzten Meile.“ Schon heute haben Städte ein Platzproblem. Lagerflächen sind knapp und es mangelt an Be- und Entlademöglichkeiten.

Innovationen, die das steigende Sendungsvolumen bewältigen könnten, sehen die Konsumenten jedoch mehrheitlich kritisch. Dazu gehören Drohnen, Zustellroboter oder die Zustellung in den Kofferraum. Besser kommt die E-Mobilität weg. 61 Prozent der Befragten gaben an, dass die Auslieferung durch E-Autos oder Lastenfahrräder ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres Onlinehändlers sei.

Die Lösungsvorschläge der PwC-Experten? Ein Maßnahmenmix. Städte müssten Anreize schaffen. Regulierung und Infrastrukturmaßnahmen könnten zur Problemlösung beitragen. Gemeinsam genutzte Multi-Hubs oder kleine Micro-Hubs versprechen Effizienzgewinne, ebenso die zeitweilige Nutzung von Parkplätzen als Be- und Entladeflächen. Auch digitale Lösungen gibt es, etwa zur besseren Nutzung von Verkehrsdaten oder zum Informationsaustausch.

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