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Studie: Kosten für Stückgut steigen

Nach der Umstrukturierungen der Lkw-Maut im Jahr 2015 fallen für deutlich mehr Fahrzeuge und Strecken Mautgebühren an. Für die Stückgutlogistik bedeutet das deutliche Kostensteigerungen.
Überproportional wirkt sich die Ausweitung der Straßenbenutzungsgebühr Vor- und Nachläufe aus. (Foto: IDS)
Überproportional wirkt sich die Ausweitung der Straßenbenutzungsgebühr Vor- und Nachläufe aus. (Foto: IDS)
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Christine Harttmann

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Steinbeis-Beratungszentrums Forwarding and Logistics Center (Forlogic) in Heilbronn. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) hatte die Studie in Auftrag gegeben. Sieben der zehn wichtigsten deutschen Stückgutnetze haben daraufhin die Wissenschaftler untersucht.

Für Stückgutverkehre errechnet Forlogic eine Erhöhung der Mautkosten zwischen 25 und 62 Prozent. Daraus leitet die Untersuchung einen Anstieg der Abwicklungskosten bei Stückgutsendungen von einem bis 2,6 Prozent ab, informiert der DSLV im Vorfeld der offiziellen Veröffentlichung der Studie.

Nachdem zum 1. Juli 2015 das mautpflichtige Streckennetz in Deutschland auf weitere 1.100 Kilometer Bundesstraßen ausgeweitet wurde, werden ab 1. Oktober 2015 zusätzlich Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen mautpflichtig. Da nicht alle Regionen im selben Umfang von der Ausweitung der Maut auf Bundesstraßen betroffen sind, könne für die Sammel- und Verteilerverkehre der Sendungen in der Fläche (Nahverkehr) keine einheitliche Aussage getroffen werden, so das Ergebnis der Untersuchung. Fest stehe aber, dass für viele dieser bislang mautfreien Verkehre künftig Straßenbenutzungsgebühren fällig werden. Je nach Tourenverlauf und Flottenstruktur sind ab 1. Oktober bis zu 80 Prozent des Streckenanteils mautpflichtig.

Insgesamt wirkt sich die Ausweitung der Straßenbenutzungsgebühr überproportional auf die mit kleineren Fahrzeugen durchgeführten Vor- und Nachläufe des speditionellen Sammelgutverkehrs aus. Über kurze Distanzen beförderte Sendungen werden durch die neuen Mautpflichten stärker mit zusätzlichen Mautkosten belastet als Sendungen, die über weitere Entfernungen transportiert werden.

Neben den eigentlichen Mautkosten kommen auf die Stückgutspediteure noch die sogenanntensekundären Kosten zu. Diese setzen sich zusammen aus Steuerung, Verwaltung und Vorfinanzierung der Mautabwicklung sowie der Kontrolle der Mautabrechnungen der neuerdings mautpflichtigen Nahverkehrsdienstleister.

Der DSLV wird den Forlogic-Bericht zur Mautkostenuntersuchung sowie das Berechnungs-Tool seinen Mitgliedsunternehmen Anfang September kostenlos zur Verfügung stellen können. An der vom DSLV in Auftrag gegebenen Untersuchung haben Cargo Line, Emons, IDS, System Alliance, Schenker Deutschland, VTL und 24plus mitgewirkt.

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