Streik der deutschen Hafenarbeiter verschärft Lieferkettenprobleme

Bestreikt wurden u.a. die Häfen in Hamburg, Emden, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven.

Die Streiks an deutschen Seehäfen kamen zur Unzeit. (Foto: Pixabay)
Die Streiks an deutschen Seehäfen kamen zur Unzeit. (Foto: Pixabay)
Claus Bünnagel

In Deutschlands großen Seehäfen traten am 9. Juni Hafenarbeiter der Gewerkschaft ver.di in einen mehrstündigen Warnstreik. Obwohl die Arbeitsniederlegung nur von kurzer Dauer war und die Gespräche am bereits Freitag fortgesetzt wurden, überraschte der Streik den Zentralverband der Deutschen Seehäfen (ZDS), der die Aktion aufgrund der Lohnforderungen „mit großem Unverständnis“ kommentierte. Bestreikt wurden u.a. die Häfen in Hamburg, Emden, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Die Tarifverhandlungen finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem die europäischen Lieferketten bereits mit gravierenden Verspätungen und Engpässen im Schienengüterverkehr zu kämpfen haben.

Der Streik der Hafenarbeiter kommt zu einem kritischen Zeitpunkt und verdeutlicht den unglaublichen Stress, unter dem die Lieferketten am Ende der Pandemie immer noch stehen. Daten von project44 zeigen, dass das Handelsvolumen zwischen Deutschland und den USA seit dem Rekordhoch im April bereits stark zurück gegangen ist. Weitere Streiks würden die ohnehin schon überlasteten Häfen in Deutschland und Europa noch weiter belasten. (Josh Brazil, VP Supply Chain Insights bei project44)

Siehe zum aktuellen Handelsvolumen zwischen Deutschland und den USA auch unseren Anhang.

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