Straßengüterverkehr: Iveco setzt auf Dekarbonisierung

Die Nutzfahrzeugmarke rückt den Gasantrieb in den Fokus. Eine Imagekampagne soll Methan zu mehr Ansehen verhelfen und das Engagement des Hersellers für die Umwelt unterstreichen.

Das Image des Gas-Antriebs verbessern – das bezweckt Iveco mit seinem Förderprogramm für den Gas-Antrieb. (Foto: Iveco)
Das Image des Gas-Antriebs verbessern – das bezweckt Iveco mit seinem Förderprogramm für den Gas-Antrieb. (Foto: Iveco)
Christine Harttmann

Dabei helfen soll das von Iveco ins Leben gerufene Ambassador-Programm. Als Botschafter sollen Kunden, Enthusiasten und Partnern die Werte der Marke zu verschiedenen Themen teilen. Das Handeln dieser Ambassadors in diesen Bereichen wolle man würdigen, heißt es. Der Lkw- Bauer, der sich selbst als Pionier im Bereich Gastechnologie bezeichnet, will so das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund rücken. Ziel sei, so heißt es in einer Presseerklärung, das Ansehen von Methan zu schärfen und „das Engagement der Marke für die Umwelt zu unterstreichen“.

Im Fokus des Programms stehen Speditionen, die auf mit LNG und Bio-LNG betriebene Iveco Fahrzeuge setzen. Sie sollen von ihren Erfahrungen mit LNG und Bio-LNG berichten. Das Projekt laufe, so heißt es, vor allem in den Märkten, in denen LNG und Bio-LNG am weitesten verbreitet sei. Dazu zählen vor allem Italien, Frankreich und Großbritannien.

Parallel dazu hat der Hersteller das Projekt „Plant the Future“ gestartet. Auch dies sei Teil seines Engagements zur CO2-Reduzierung. In Zusammenarbeit mit Aufforstungsorganisationen soll ein internationaler Iveco-Wald geschaffen werden, der aus Baumpflanzprojekten in verschiedenen Ländern besteht. In Deutschland pflanzt der Lkw-Bauer laut eigenen Angaben für jeden verkauften mit (Bio-)CNG oder (Bio-)LNG betriebenen neuen S-WAY und jeden gebrauchten Stralis NP über das Aufforstungsprojekt Plant-my-tree einen Baum. Erklärtes Ziel ist es, mit mindestens gepflanzten 1.000 Bäume in den nächsten 99 Jahren über 1.237 Tonnen CO2 auszugleichen.

In Italien hat sich der Hersteller mit der E-Commerce-Plattform Treedom zusammengetan, die 300 Bäume pflanzt – 30 in Italien und den Rest in anderen Teilen der Welt. Einige dieser Bäume sind Marken-Botschaftern im Land gewidmet. Sie erhalten einen Code, mit dem sie ihren Baum und den Ort, an dem er gepflanzt werden soll, auswählen können. Soll die Organisation Ecobal 5.000 Baumsetzlinge auf einer fünf Hektar großen Fläche pflanzen, um die Artenvielfalt auf diesem Landstrich zu erhöhen und die CO2-Kompensation zu unterstützen.

Giandomenico Fioretti, der für das Projekt zuständig ist, unterstreicht, dass Iveco davon überzeugt ist, dass Methan auf dem Weg zum CO2-neutralen Straßengüterverkehr eine Schlüsselrolle zukommt.

„Im Fernverkehr ist diese alternative Antriebstechnologie die ausgereifte Lösung, die bereits heute zur Verfügung steht, um den ökologischen Fußabdruck des Transportsektors zu senken. Dieser positive Einfluss lässt sich mit Biomethan noch deutlich verstärken.“

Biomethan habe bereits jetzt einen Anteil von 17 Prozent am im Verkehr verwendeten Methan. Seine Nutzung werde in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, da ständig neue Tankstellen in Betrieb gehen und die Vorteile klar dafürsprächen.

„Mit Initiativen wie dem Iveco Ambassador-Programm wollen wir das Bewusstsein für die Vorteile von Biomethan bei den Spediteuren erhöhen.“

Das Gas-Tankstellennetz entwickelt sich schnell und hält mit der Nachfrage nach Gasnutzfahrzeugen Schritt. Laut der NGVA (Natural & Bio Gas Vehicle Association) zählt es derzeit 4.021 Tankstellen. Dieses Netz eignet sich auch für die Verteilung von Biomethan, womit für den Übergang zu Bio-LNG keine eigene Infrastruktur erforderlich ist. Bio-LNG ist aktuell als sogenannter Blend, also ein Gemisch aus fossilem LNG und erneuerbarem LNG, bereits an vielen Tankstellen in Europa erhältlich oder wird in Reinform direkt an Abnehmer geliefert. Die Produktionsmengen von Biomethan wachsen beständig, und dieser umweltfreundliche Kraftstoff wird zunehmend verfügbar.

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