Stena Line: Landstrom für Fähren in Kiel

Das Fährunternehmen bezieht jetzt an sieben Terminals im Kieler Hafen Öko-Landstrom und reduziert damit den CO2- Ausstoß.

14 Stena Line-Fähren nutzen in Kiel seit gestern die neue ökologische Landstromversorgung. Foto: Stena Line
14 Stena Line-Fähren nutzen in Kiel seit gestern die neue ökologische Landstromversorgung. Foto: Stena Line
Daniela Kohnen

Mit der Einweihung der spektakulären Fassade der neuen Landstromanlage in Kiel am gestrigen Mittwoch nutzt das Fährunternehmen jetzt auf 14 Fähren Landstrom während der Hafenliegezeit. Laut Stena Line lasse sich so eine Einsparung von 900 Tonnen Treibstoff und einem Äquivalent von 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Die neue Kieler Landstromanlage wird mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer Stena Line Deutschland:

„Landstrom spielt für uns aus zwei Gründen eine wichtige Rolle: Zum einen möchten wir einen unmittelbaren positiven Effekt auf die Luftqualität in den von uns frequentierten Häfen erzielen. Zum Zweiten erwarten wir in Zukunft einen noch höheren Anteil der Elektrifizierung in den Häfen: bei Pkw, Lkw, Hafenfahrzeugen und in unserem Falle natürlich vor allem bei den Schiffen. Mit unseren Batterie- und Powerbank-Projekten entwickeln wir unsere Fährdienste bereits seit längerem in diese Richtung weiter, und lernen jeden Tag dazu.“

Während der Hafenliegezeit der Fähren Stena Germanica und Stena Scandinavica würden neben CO2 auch NOX-, SOX- und Partikelemissionen eingespart. Das Unternehmen bezieht neben Kiel auch an zwei Abfahrtsterminals in Göteborg, sowie in Karlskrona, Norvik, Trelleborg und Hoek van Holland Landstrom für seine Fähren. Demnach vermeide es jährlich 13.000 Tonnen CO2 im Routennetzwerk, so die Mitteilung. Von 36 Fähren der Stena Line-Flotte wurden mittlerweile 14 für die Nutzung von High Voltage Shore Connection-Systemen (HVSC) umgerüstet.

Im Beisein des Kieler Oberbürgermeisters Dr. Ulf Kämpfer, Stadtbaurätin Doris Grondke sowie Architekt Jan Schulz von BSP Architekten BDA wurde die weithin sichtbare, spektakulär illuminerte Fassade am Abend eingeweiht und markierte den offiziellen Startschuss für die Nutzung von Landstrom in Kiel durch Stena Line.

Das Land Schleswig-Holstein hatte den Bau der Landstromanlage mit 8,99 Millionen Euro gefördert, weitere 1,26 Millionen Euro kommen von der EU. Zudem hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Preise für Landstrom deutlich abzusenken. Gerlach:

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Politik auf Landes-, aber auch auf Bundesebene. Die geplante Absenkung der Landstrompreise ist ein entscheidender Schritt für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen bei der Nutzung von umwelt- und klimafreundlichen Technologien in Nordeuropa. Ebenso sind wir sehr dankbar für die kontinuierliche Unterstützung und den positiven Dialog mit unseren Partnern beim Seehafen Kiel, sowie in der Stadt Kiel.“

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