Spanien: Rhenus und Bosch testen regenerative Kraftstoffe von Repsol

Damit wollen die beiden Unternehmen den CO2-Ausstoß beim Straßentransport um 80 Prozent senken. Der Kraftstoff wird vom spanischen Öl- und Gasproduzenten Repsol aus Abfallstoffen hergestellt.

(v.r.n.l.): Andoni Izquierdo (Mitglied der Geschäftsleitung Rhenus Road Spain), Anabel Rivas (Marketing Manager Road Freight Spain), Ricardo Almeida (Group Global Key Account Manager), Ignacio Eguiguren (Operations Manager Rhenus Irún). (Foto: Rhenus Gruppe)
(v.r.n.l.): Andoni Izquierdo (Mitglied der Geschäftsleitung Rhenus Road Spain), Anabel Rivas (Marketing Manager Road Freight Spain), Ricardo Almeida (Group Global Key Account Manager), Ignacio Eguiguren (Operations Manager Rhenus Irún). (Foto: Rhenus Gruppe)
Christine Harttmann

Rhenus hat mit der Bosch-Gruppe eine Vereinbarung über den Einsatz von regenerativem Kraftstoff im Straßengüterverkehr getroffen. Wie der Logistikdienstleister mitteilt, wird er zwei Lkw auf die Straße schicken, die mit einem erneuerbaren Treibstoff des spanischen Öl- und Gasproduzenten Repsol betrieben werden. Die beiden Fahrzeuge werden täglich zwischen dem Rhenus-Hub in Irun und den Bosch-Werken in Aranjuez und Madrid pendeln.

„Unsere Partnerschaft mit Bosch unterstreicht unser kontinuierliches Engagement für Innovationen und Lösungen, die unsere Auswirkungen auf die Umwelt deutlich reduzieren und gleichzeitig unseren Kunden helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen", sagt Andoni Izquierdo, Mitglied im Lenkungsausschuss von Rhenus Road Spanien.

Der Kraftstoff, mit dem die Lkw fahren, ist ein zu 100 Prozent erneuerbarer Biokraftstoff, der aus Abfallstoffen wie Altspeiseöl und Forstabfällen gewonnen wird. Er bietet eine effiziente und umweltfreundliche Alternative und erfüllt die Nachhaltigkeitszertifizierungen, die von der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien gefordert werden. Nicht zuletzt reduziert er die CO2-Emissionen um mehr als 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen, ohne dass Änderungen an der Fahrzeugflotte erforderlich sind.

Mit der Initiative nimmt Rhenus nach eigenen Angaben eine Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung des Transports ein. Das Unternehmen komme damit seinem Ziel, die eigene Lkw-Flotte bis 2030 komplett CO2-frei zu betreiben, einen weiteren Schritt näher. Gleichzeitig will Bosch seine Lieferkette nachhaltiger gestalten. Das gemeinsame Projekt sei dabei ein wichtiger Meilenstein.

Ignacio Eguiguren, Betriebsleiter von Rhenus Irun, und Ricardo Almeida, Group Global Key Account Manager, unterstreichen die Bedeutung des Projekts:

„Wir bei Rhenus sind davon überzeugt, dass es wichtig ist, den Wandel hin zu einem sauberen und nachhaltigen Güterverkehr voranzutreiben. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieses zukunftsweisenden Projekts.“

Cecilia Cintado, Leiterin Logistik im Bosch-Werk Aranjuez, erklärt, dass die gemeinsame Initiative das Engagement von Bosch bei der kontinuierlichen Entwicklung neuer, umweltschonender Prozesse entlang der Lieferkette verdeutlicht:

„In der Rhenus Gruppe haben wir einen strategischen Partner gefunden, der unsere Bedürfnisse und Ziele teilt. Die Zusammenarbeit ist ein Musterbeispiel dafür, wie führende Unternehmen aus Industrie und Logistik ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam die Entwicklungen der Branche zu antizipieren und darauf basierend einen ‚Güterverkehr von morgen‘ zu entwickeln und umzusetzen.“

Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »