Sono Motors: Kühltransport mit Sonnenpower

Sono Motors und Chereau S.A.S. kündigen die gemeinsame Produktion eines Kühlaufliegers mit 58,9 Quadratmeter Solarfläche an. Rund neun Tonnen CO2 pro Jahr soll er dank Sonnenpower sparen.

Der kühlt mit Sonnenpower: Sono Motors steigt in der Markt der Kühlauflieger ein. (Foto: Sono Motors)
Der kühlt mit Sonnenpower: Sono Motors steigt in der Markt der Kühlauflieger ein. (Foto: Sono Motors)
Christine Harttmann

Sono Motors steigt in den Markt für Kühlauflieger ein. Wie das Münchner Unternehmen mittteilt, will es damit einen Beitrag zur globalen Reduktion des Treibhausgasausstoßes leisten. Man habe hierzu einen Vertrag mit The Reefer Group, einem Hersteller von Kühlaufbauten. Die Ausstattung eines ersten Kühlanhängers soll gemeinsam mit der französischen Reefer-Tochter Chereau S.A.S. erfolgen. Anschließend ist die umfangreiche Untersuchung und weitere Evaluierung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit für Serienfahrzeuge geplant.

Die Solar-Integration soll das Kühlaggregat des Anhängers mit zusätzlich 9,8 Kilowatt-Peak versorgen. Eine Kraftstoffeinsparung von etwa 3.400 Litern pro Jahr sei damit möglich, rechnet Sono Motors vor. In der Spitze sollen sogar 8.475 Liter pro Jahr erreicht werden können. Die lokalen CO2-Emissionen sollen sich damit um etwa neun Tonnen pro Jahr und Fahrzeug reduzieren lassen, im Vergleich zu Aufliegern mit dieselbetriebenen Kühlungen. Laurin Hahn, Mitgründer und CEO von Sono Motor, spricht von einem „großen Schritt“. Man erschließe eine völlig neue Branche für den Einsatz der extrem flexiblen, proprietären Sono Solartechnologie.

„Wir bieten eine leichte und anpassbare Plattform, die sich ideal für den Einsatz in Kühlaufliegern eignet. Kunden im Transportgewerbe können so in ihrer gesamten Fahrzeugflotte sowohl Kosten als auch den Emissionsausstoß senken.“

Damien Destremau, CEO bei The Reefer Group und Chereau, ergänzt:

„Die Solar-Integration von Sono Motors ist die perfekte Lösung für unsere Auflieger. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Sono Motors an einem Prototyp für unsere Demo-Flotte nachhaltiger Kühlauflieger zu arbeiten. Damit bringen wir Nachhaltigkeit und Emissionsreduktion im Transportgewerbe einen entscheidenden Schritt nach vorne.“

Premiere auf der IAA Transportation 2022

Sono Motors wird Dach- und Seitenflächen eines Chereau-Aufliegers mit insgesamt 54 Solarmodulen ausstatten. Zum Einsatz kommt hierfür der VaPV-Prozess (kurz für vehicle applied photovoltaic oder fahrzeugangewandte Photovoltaik), der speziell für Fahrzeugaufbauten wie den Kühlauflieger von Chereau entwickelt wurde. Die Solarmodule bedecken dabei eine Gesamtfläche von 58,9 Quadratmetern und erzeugen eine Spitzenleistung von bis zu 9,8 Kilowatt-Peak. Der Solarstrom dann die Batterie auf, die wiederum die Kühleinheit mit Strom versorgt.

Den CO2-Rucksack des Solaraufliegers – beispielsweise Emissionen, die in der Produktion verursacht werden – beziffert Sono Motors mit einmalig etwa 6,5 Tonnen CO2. Nach einer kurzen Laufzeit von unter einem Jahr könne das bereits ausgeglichen werden.

Erstmals vorgestellt werden soll der Auflieger auf der IAA Transportation in Hannover. Im Anschluss sind intensiver Tests in einem mehrmonatigen Feldversuch bei einem Chereau-Kunden in Frankreich geplant. Dabei sollen unter anderem die Zahlen zum Energieertrag und zur Kraftstoffeinsparung validiert werden, die derzeit auf internen Berechnungen und Annahmen zu Wetter und Systemeffizienz basieren.

Die Solartechnologie für die Serienproduktion von Solarkühlaufliegern entwickelt Sono Motors. Sie soll laut dem Hersteller Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent gegenüber Dieselbetrieb realisierbar machen.

Gutes Marktpotenzial für Solartechnologie in Kühlaufliegern sieht Sono Motors vor wegen der stetig wachsenden Nachfrage nach Transportlösungen für medizinische Produkte, Tiefkühlartikel und Fast Food. Hinzu kommen nach Einschätzung des Münchner Unternehmens steigende Kraftstoffpreise und der sich verschärfende Preisdruck. Mit seiner Solartechnologie will steuert Sono Motors zudem den zunehmenden CO2-Emissionen gegensteuern.

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