Solutrans 2023: Elektro-Lieferwagen von Pro Lander im Detail

In Lyon präsentiert der französische Hersteller ein L6e-Leichtnutzfahrzeug, das mit Downsizing-Package eine Palette und 200 Kilo Fracht 75 bis 150 Kilometer weit befördern soll. L7e-Version auch als Allrad. Preis ab 15.000 Euro.

Kleiner Elektro-Pick-up: Der Pro Lander soll vielseitig einsetzbar sein und ist nur 2,87 Meter lang und 1,50 Meter breit. | Foto: J. Reichel
Kleiner Elektro-Pick-up: Der Pro Lander soll vielseitig einsetzbar sein und ist nur 2,87 Meter lang und 1,50 Meter breit. | Foto: J. Reichel
Redaktion (allg.)
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der französische Kleinfahrzeugspezialist Mov'nTec hat auf der Solutrans in Lyon eine Elektroversion seines bisher nur als Verbrenner erhältlichen Mikrovans vorgestellt, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Man sei gerade dabei, ein Vertriebsnetz in Frankreich aufzubauen und will auch in Deutschland Partner finden. Das LEV kommt als führerscheinfreie und frongetriebene L6e-Version sowie als L7e-Modell, dass dann auch als Allrad angeboten wird. Der L6e verfügt über einen Frontmotor und Vorderradantrieb, auch der 5,4 kWh große, umweltfreundliche und langlebige LFP-Akku (3 Jahre Garantie, 40.000 km) ist unter der Kurzhaube positioniert.

Er liefert die Energie für einen 6-kW-Elektromotor, der 40 Nm an die Vorderräder schickt und das 470 Kilo leichte Mobil in der Basisversion 75 Kilometer weit bringen soll. Eine Variante mit zweitem Akku bringt es laut Hersteller auf 150 Kilometer. Maximal darf das LEV 45 km/h schnell fahren, die man in 10 Sekunden aus dem Stand erreicht. Eine L7e-Variante soll dann auch als Allrad kommen und bis 90 km/h fahren. Die 1-Akku-Version ist am Haushaltsstrom in drei Stunden wieder geladen.

Von den Fracheigenschaften schultert der nur 2,87 Meter kurze, 1,50 Meter breite und 1,64 Meter hohe Kleinsttransporter 200 Kilo Nutzlast auf einer Pritsche, die im Standard 90 auf 80 Zentimeter misst und dank belastbarer Heckklappe auf für Palettenware taugt. Eine Boxversion soll bis zu 1,2 Kubikmeter Volumen bieten. Auch ein Solarpanel für zusätzliche Energieversorgung ist erhältlich. Im Interieur liefert ein mittig platziertes und rundes Digitaldisplay die wichtigsten Informationen, wahlweise gibt es Apple-Car-Play- und Android-Auto-Anschluss ans Infotainment.

Basis bildet ein vorn und hinten einzelradaufgehängtes Stahlrahmen-Chassis mit Polyethylene-Formteilen. Gebremst wird rundum mit Scheiben in 12- oder 13-Zoll-Rädern, die mit Straßen- oder Offroad-Bereifung bestückt werden können. Die Herstellung des Fahrzeugs soll in Hauts-de-France mit regionaler Wertschöpfung und unter Verwendung recyclierbarer Materialien erfolgen. Preislich peilt man eine Größenordnung von 15.000 Euro für die Basisversion an.

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