Slowakei: Intermodal-Neustart in Dobrá

Das Terminal tritt in Konkurrenz zu Polen und Ungarn auf „neuer Seidenstraße“ von und nach China. Ein neuer Grenzübergang soll zusätzlich den Intermodal-Verkehr zwischen der Slowakei und der Ukraine stärken.

Der Neumieter des Intermodal-Terminals Dobrá setzt beim Frachtverkehr nach Asien auf ein Joint Venture | Abb.: Bulk Transshipment Slovakia
Der Neumieter des Intermodal-Terminals Dobrá setzt beim Frachtverkehr nach Asien auf ein Joint Venture | Abb.: Bulk Transshipment Slovakia
Dr. Karsten Düsdieker

Bulk Transshipment Slovakia, ein Joint Venture zwischen Budamar Logistics und ZSSK Cargo Slovakia, ist vorerst für fünf Jahre neuer Mieter des Intermodal-Terminal TKD Dobrá. Gemeinsam schicken sie seit Februar Intermodal-Güterzüge auf die sogenannte Seidenstraße. Erster Kunde war Metrans.

Ľubomír Loy, Mitvorstand bei Budamar Logistics und Vertriebsleiter der Budamar Group, verspricht den Standort auszubauen:

„TKD Dobrá wartete über 20 Jahre darauf, sein Geschäftspotential zu heben. Wir wollen dieses Potential voll ausschöpfen und bei Bedarf auch weiterentwickeln.“

Martin Vozár, Vorstands-Chef und CEO bei ZSSK Cargo, ergänzt:

„Im Gegensatz zum Vormieter TransContainer, der das Terminal nur für eigene Zwecke nutzte, öffnen wir es allen Transporteuren: nicht nur allen bestehenden, sondern auch allen neuen Kunden.“

Dobrá kann und soll wachsen

Alojz Filipek, CTO bei Bulk Transshipment Slovakia, gibt sich mit dem erfolgreichen Metrans-Auftrags – angesichts der möglichen Kapazitäten von Dobrá – nicht zufrieden:

„Das ist ein öffentliches Terminal nicht nur für Frachtversand, sondern für viele hiermit verbundene Services. Das muss einfach eine tagtäglich genutze Anlage werden.“

Die Ziele aller Beteiligten sind klar: wettbewerbsfähige Dienstleistungen und Kapazitätserhöhung in puncto Intermodal-Transport zwischen Asien und Europa. Filipek verspricht:

„Um das volle Potential des Terminals zu nutzen, engagieren wir uns aktiv in Arbeitsgruppen beim Transportministerium mit dem Ziel, sowohl die Seidenstraße als auch die gemeinsame Intermodal-Kommission zwischen der Ukraine und der Slowakei zu stärken.

Freie Fahrt zwischen Čierna und Solomonovo

Der Plan sieht unter anderem die Straßenöffnung am Grenzübergang „Čierna – Solomonovo“ vor, um sowohl das Terminal Dobrá wie auch den Osten der Slowakei zu fördern. Damit man jedoch mit Routen durch Polen und Ungarn konkurrieren könne, müsse der Staat in Straßen und Bahn-Infrastrukturen investieren.

Das Terminal TKD Dobrá vermag zurzeit 430 Container à 20-Fuß pro Tag abzuwickeln, das entspricht viereinhalb Kompakt-Güterzügen. Im Vorjahr fertigte das Terminal im Durchschnitt 8.800 solcher 20-Fuß-Einheiten ab, also 89 Güterzüge pro Jahr. Die Maximalkapazität liegt bei 1.575 Güterzügen pro Jahr.

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