SkyCell: Schweizer Pharma-Start Up hat Logistiklösung für Corona-Impfstoff

BioNtech und Pfizer, Moderna und AstraZeneca – diese Konzerne haben bereits vielversprechende Lösungen in der Entwicklung des Corona-Impfstoffs präsentiert. Nun ist es an der Zeit, den logistischen Transport des Impfstoffes zu planen. SkyCell präsentiert eine Lösung.

Der Container hat eine konstante Temperatur zwischen minus 60 und minus 80 Grad Celsius. (Foto: SkyCell)
Der Container hat eine konstante Temperatur zwischen minus 60 und minus 80 Grad Celsius. (Foto: SkyCell)
Radosveta Angelova

SkyCell, ein Schweizer Start Up aus der Pharmalogistik hat mithilfe der Simulationslösungen von Ansys einen ultrakalten, intelligenten Container entwickelt, der den weltweiten sicheren Transport des Covid-19-Impfstoffes unabhängig der Außentemperaturen gewährleistet. Die logistische Herausforderung sei gewesen, die besonders niedrigen Temperaturen von minus 70 Grad zu bewerkstelligen. Der neue Container halte eine konstante Temperatur von minus 60° C bis minus 80° C für mehr als 120 Stunden ohne erneutes Aufladen. Außerdem habe dieser IoT-Sensoren, die die Innen- und Umgebungstemperatur sowie andere Umweltfaktoren zu messen vermögen. Auf diese Art könnten bis zu 1,75 Millionen Impfdosen pro Flugzeug transportiert werden, und somit zwischen 875.000 und 8,75 Millionen Menschen je nach Impfstoff und Konzentration geimpft werden.

Nico Ros, CTO und Co-Founder von SkyCell:

„Der Bau der Container ist eine höchst anspruchsvolle Ingenieursarbeit, vergleichbar etwa mit der Konstruktion eines Formel-1-Wagens. Alles muss optimiert werden, um jede Fracht zu schützen – insbesondere aber einen Impfstoff für Covid-19. Dank der virtuellen Modellierung konnten wir schnell und sicher eine Lösung entwickeln, die die Kapazität eines Flugzeugs erhöht und den Transport von der Fabrik bis zum Krankenhaus bei ultrakalten Temperaturen gewährleistet.“

Laut Angaben des Unternehmens soll die Produktion der wiederverwendbaren ultrakalten Kettencontainer in der folgenden Woche beginnen. Es sei geplant, im Januar eine Flotte von mindestens 100 Containern zur Verfügung zu stellen. Dies würde die Kapazität bieten, ab Anfang 2021 mindestens 7 Millionen ultrakalte COVID-19-Impfstoffdosen pro Monat sicher um die Welt zu transportieren. Bei konzentrierten Impfstoffen könnten dies bis zu 35 Millionen Patienten pro Monat bedeuten, die eine Impfung erhalten können.

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