Seefracht: Eurogate investiert 150 Millionen Euro in Automatisierung

Eurogate startet ein umfassendes Automatisierungsprogramm und lässt sich das einiges kosten: 150 Millionen Euro fließen in drei Jahren in das Vorhaben.

Automatisch statt manuell: Eurogate will bereits 2024 seinen ersten Schiffsliegeplatz automatisiert betreiben. Bild: Eurogate
Automatisch statt manuell: Eurogate will bereits 2024 seinen ersten Schiffsliegeplatz automatisiert betreiben. Bild: Eurogate
Nadine Bradl

Der Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) wird den Containerumschlag in den kommenden Jahren vom manuellen Betrieb auf ein automatisiertes System umstellen. Das entsprechende Automatisierungsvorhaben startet laut CTW im Januar 2022. Rund 150 Millionen Euro würden hierfür in den kommenden drei Jahren investiert. Bereits 2024 soll ein erster Schiffsliegeplatz automatisiert betrieben werden. 

Michael Blach, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung von Eurogate, sagte dazu: „Wir rechnen mittelfristig mit einem deutlichen Umschlagswachstum in Wilhelmshaven und damit sind für uns jetzt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung des Terminals gegeben. Dabei geht es uns aber um weit mehr als nur die Einführung neuer Technik. Wir wollen den ‚CTW 2.0‘ entwickeln - einen ausgebauten, erweiterten und leistungsstarken, automatisierten Terminal, dessen schlagkräftige Organisation an die neuen Erfordernisse des Betriebs angepasst ist.“ 

Im Rahmen des Automatisierungsvorhabens werden ab Januar 2022 zunächst Ausbaumaßnahmen an der vorhandenen Infrastruktur vorangetrieben, darunter die Erhöhung der bestehenden acht Containerbrücken und die Asphaltierung noch unbefestigter Flächen im Norden des Terminals. Die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei weiteren Containerbrücken ist für 2023 vorgesehen.

Derzeit werden das künftige Betriebsmodell sowie die dazu passenden Personalkonzepte erarbeitet. Mit dem zwischen den Einzelgesellschaften der Eurogate-Gruppe und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di unterzeichneten ‚Tarifvertrag Zukunft‘ wurde bereits Ende 2018 der Grundstein dafür gelegt, die Folgen des Automatisierungsprozesses für unsere Mitarbeiter*innen sozial und mitbestimmt zu gestalten.  

Blach weiter: „Automatisierung ist eine unaufhaltsame Entwicklung in unserer Branche, der wir uns stellen und die wir als Chance begreifen, unsere Kundenorientierung und unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu steigern. Dadurch gewinnen wir an Umschlagsmenge, sichern somit Beschäftigung und schaffen neue, anspruchsvolle und zukunftsgewandte Arbeitsplätze.“

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